Unglück im Kongo Güterzug entgleist - 34 blinde Passagiere sterben

Bei einem Eisenbahnunglück in der Demokratischen Republik Kongo sind mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 80 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.


In der Provinz Kasai im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind mindestens 34 Menschen bei einem Zugunglück ums Leben gekommen.

In dem von zahlreichen blutigen Konflikten geprägten Land, springen immer wieder blinde Passagiere auf langsam fahrende Transportzüge auf. Im aktuellen Fall stürzten nach der Entgleisung des Güterzugs mehrere Waggons von einer Brücke. 34 Menschen kamen dabei ums Leben, etwa 80 weitere wurden teils schwer verletzt, sagte der stellvertretende Provinzgouverneur Hubert Mbingho.

Das Bahnunternehmen SNCC erklärte, es habe sich um einen 52 Jahren alten Zug gehandelt, der keine Passagiere hätte befördern dürfen. Die Anwesenheit blinder Passagiere an Bord seien ein Resultat "organisierter Kriminalität".

Das Zugunglück war bereits das dritte innerhalb eines Monats in der Demokratischen Republik Kongo. Das Schienennetz in dem Land ist marode, viele Lokomotiven stammen noch aus den Sechzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts.

In der Bürgerkriegsregion Kasai verüben die Konfliktparteien der Uno zufolge seit 2016 systematisch Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

ala/dpa



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