Konstanz Maggi-Erpresser zu fünf Jahren verurteilt

Er wollte 2,5 Millionen Mark vom Maggi-Konzern und drohte damit, Produkte dieser Marke zu vergiften. Dafür und für zwei andere Straftaten verurteilte das Landgericht Konstanz den Erpresser zu fünf Jahren Haft.


Konstanz - Das Gericht ahndete die Erpressung mit eineinhalb Jahren Haft und summierte die Strafe wegen eines früheren Überfalls des 47-Jährigen auf eine Tankstelle und seiner Beteiligung an einer Messerstecherei auf fünf Jahre.

Der später geständige Täter war im August 1999 in Titisee-Neustadt im Schwarzwald auf frischer Tat ertappt worden: Die Polizei nahm ihn fest, als er aus einer Telefonzelle heraus den Lebensmittelkonzern in Singen zu erpressen versuchte. In seinen Vernehmungen und vor Gericht gab er als Tatmotiv hohe Schulden an.

Nach der Festnahme kam die Polizei noch drei weiteren Taten auf die Spur. Im Mai 1999 hatte er versucht, den Maggi-Rivalen Knorr in Mannheim zu erpressen, und der Deutschen Bahn AG mit Anschlägen gedroht, falls sie nicht zwei Millionen Mark zahle. Wegen dieser beiden Taten wurde der mehrfach vorbestrafte Mann jedoch freigesprochen, weil er nichts weiter unternommen hatte und das Gericht dies als Rücktritt von der Tat wertete.



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