Kooperation mit BP Kevin Costner soll die Ölpest stoppen

In seinen Filmrollen hat Kevin Costner manches Wunder vollbracht. Nun will er auch im wahren Leben Großes schaffen: Seine Firma Ocean Therapy Solutions soll die Katastrophe im Golf von Mexiko eindämmen, der Konzern BP kaufte ihr 32 sogenannte Ölabscheider ab.

Schauspieler Kevin Costner: Bei einer Anhörung im Weißen Haus am 9. Juni
AFP

Schauspieler Kevin Costner: Bei einer Anhörung im Weißen Haus am 9. Juni


Port Fourchon - Unvergessen sind die Heldentaten von Kevin Costner in seiner Rolle als John Dunbar in "Der mit dem Wolf tanzt". Allerlei militärische Ehrungen wurden ihm in dem Film zuteil. Nun soll Costner auch im wahren Leben zum Held werden: Seine Firma Ocean Therapy Solutions soll die Ölpest stoppen.

Der Ölkonzern BP ist im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko eine Allianz mit dem Hollywood-Star eingegangen. BP-Manager Doug Suttles und der US-amerikanische Schauspieler präsentierten am Freitag eine von Costners Firma entwickelte Technologie, die den Kampf gegen die Ölkatastrophe deutlich beschleunigen soll: Zentrifugen sollen Öl aus dem Wasser abtrennen. Pro Minute filtern die Ölabscheider angeblich knapp 760 Liter Öl aus dem Meerwasser.

BP kauft von Costners Firma 32 der Ölabscheider. "Das ist wahre Technologie mit wahrer Wissenschaft dahinter", sagt Suttles. Zusammen mit anderen Methoden im Kampf gegen die Ölpest könnten damit künftig täglich 128.000 Barrel Öl aus dem Meereswasser gefiltert werden.

Aus dem Bohrloch am Boden des Golf von Mexiko strömen der US-Regierung zufolge täglich rund 60.000 Barrel Öl. Drei Zentrifugen sollen nun zur gesunkenen Ölplattform transportiert werden, der Rest soll innerhalb von 60 Tagen entlang der Küste des US-Bundesstaates Louisiana eingesetzt werden.

Zudem ist BP dabei, zwei Entlastungsbohrungen in den Meeresgrund zu treiben. Mit denen will BP das Ölleck endlich stoppen. Durch die beiden Löcher soll Bohrschlamm in das ursprüngliche Bohrloch gepumpt werden, bis der Ölfluss versiegt. Am Ende wird das Bohrloch mit Zement verschlossen. "Bottom Kill" heißt das Verfahren. Doch die Methode birgt Risiken: Im schlimmsten Fall hätten die Ingenieure es plötzlich mit zwei Lecks zu tun, fürchten Experten. Das Öl könnte noch lange weitersprudeln.

boj/AFP



insgesamt 7 Beiträge
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rkinfo 19.06.2010
1. Rest der Welt ...
Zitat von sysopIn seinen Filmrollen hat Kevin Costner manches Wunder vollbracht. Nun will er auch im wahren Leben Großes schaffen: Seine Firma Ocean Therapy Solutions soll die Katastrophe im Golf von Mexiko eindämmen, der Konzern BP kaufte ihr 32 sogenannte Ölabscheider ab. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,701717,00.html
Er ist da nicht der Erfinder. Aber scheinbar gibts nur begrenzt sowas am Markt und BP hat eben zugelangt. Und es ist eher ein gutes Zeichen wenn BP auf fremde Technik zurück greift. Der Rest der Industrie hat ja schließlich auch was zu bieten.
ACroonen 19.06.2010
2. PR-Gag^2
Toll! Mittels Zentrifungen das Öl abzuscheiden ist nicht neu,die Technik findet sich in jeder PKW-Waschanlage! Der Versuch aber eine derart riesigen Wassermenge zu reinigen schon! Das ist, als würden sie versuchen den Bodensee mit einer solchen Maschine mittels Gartenschlauch zu reinigen. 32 von den Maschinchen, wie auf der Homepage dargestellt würden vermutlich 1.000.000 Jahre brauchen, bis das gesamte verschmutze Wasser greinigt ist. Die Dispergentien haben es nämlich schön über die ganze Wassersäule verteilt und selbst wenn dem nicht so wäre, die Technologie reicht villeiecht für den Hamburger Hafen aber nicht für den Ozean! http://www.ots.org/about.php
ego66 19.06.2010
3. Praktisch
Das scheint ja eine echte Revolution in der Erdölförderung zu werden. Man muss das Öl nicht mehr über Rohrleitungen an die Oberfläche pumpen, sondern lässt es einfach von selbst nach oben treiben und scheidet es dann an der Wasseroberfläche ab ;>
ACroonen 19.06.2010
4. -
Zitat von rkinfoEr ist da nicht der Erfinder. Aber scheinbar gibts nur begrenzt sowas am Markt und BP hat eben zugelangt. Und es ist eher ein gutes Zeichen wenn BP auf fremde Technik zurück greift. Der Rest der Industrie hat ja schließlich auch was zu bieten.
Ölabscheider sind bei der Ölverarbeitung standard! Schließlich muss man noch das wasser aus dem öl kriegen. aber wenn sie die dinger gesehen haben die bp da gekauft hat.....reine pr....
FoxhoundBM 19.06.2010
5. Hust, hust ...
Wenn das auch so ein Flop wird wie seine Filme, kann er einpacken ...
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