Brasilianischer WM-Ort Ein Toter bei Krawallen in Rio de Janeiro

In Rio de Janeiro ist es erneut zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen. Bei einem Polizeieinsatz kam ein 17-Jähriger ums Leben, im Anschluss zündeten Jugendliche fünf Busse an. Erst in der vergangenen Woche hatte der Tod eines Tänzers zu schweren Krawallen geführt.

Ausgebrannte Autos in Rio: 17-Jähriger von Polizei erschossen
AP/dpa

Ausgebrannte Autos in Rio: 17-Jähriger von Polizei erschossen


Rio de Janeiro - Die brasilianische Küstenmetropole Rio de Janeiro kommt sechs Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft nicht zur Ruhe. Nach den Unruhen in der vergangenen Woche ist es am Montagabend erneut zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Auslöser war der Tod eines Jugendlichen, der von der Polizei erschossen wurde.

Der 17-Jährige starb nach Angaben brasilianischer Medien bei einer Razzia in der Favela Morro do Chapadão bei einer Schießerei zwischen Kriminellen und der Polizei. Das Opfer hielt sich laut der Polizei in einem gestohlenen Auto auf und war im Besitz einer Schusswaffe. Der Polizeieinsatz hatte sich gegen Drogendealer und Autodiebe gerichtet.

Im Anschluss an den gewaltsamen Tod des Jungen setzte eine Gruppe Jugendlicher fünf Busse in Brand. Bereits am Montagmorgen waren im Armenviertel Alemão drei Autos angezündet worden, nachdem dort eine 72-jährige Frau unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen war.

Immer wieder blutige Feuergefechte

Die Unruhen zeigen erneut die Schwierigkeiten der Polizei, vor der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer für Ruhe zu sorgen. Die Sicherheitskräfte geraten durch ihre harte Vorgehensweise jedoch auch selbst in die Kritik. Immer wieder kommt es zu blutigen Feuergefechten.

Bereits in der Nacht auf Mittwoch vergangener Woche war es in einer anderen Favela nahe der berühmten Strandpromenade von Copacabana zu gewaltsamen Protesten gekommen, bei einer Schießerei kam ein 27-Jähriger ums Leben. Auslöser war der Fund der Leiche eines bekannten Tänzers, der Mann soll brasilianischen Medien zufolge von Polizisten zu Tode geprügelt worden sein.

Bei der Beerdigung des 25 Jahre alten Tänzers in der Nacht am vergangenen Donnerstag kam es zu erneuten Unruhen. Die Polizei musste Tränengas einsetzen, um mehrere Dutzend Protestler davon abzuhalten, eine Straße zu blockieren.

bka/sid/dpa



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Markenbox 29.04.2014
1. Warten
Zitat von sysopAP/dpaIn Rio de Janeiro ist es erneut zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen. Bei einem Polizeieinsatz kam ein 17-Jähriger ums Leben, im Anschluss zündeten Jugendliche fünf Busse an. Erst in der vergangenen Woche hatte der Tod eines Tänzers zu schweren Krawallen geführt. http://www.spiegel.de/panorama/krawalle-in-brasilien-vor-wm-erneut-ein-toter-in-rio-de-janeiro-a-966701.html
Ich warte immer noch darauf, dass der Menschenrechtsbeauftragte der Fifa: Franz, der Kaiser, Beckenbauer alles für ungeschehen erklärt, weil er es nicht gesehen hat.
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