Krefeld Mehrere Schwerverletzte bei Explosion in Chemiepark

Nach einer Explosion in einem Industriegebiet ist in Krefeld ein Gebäude eingestürzt. Es gab mehrere Schwerverletzte. Unter den Trümmern werden keine Vermissten mehr gesucht.


In einem Chemiepark in Krefeld hat es eine heftige Explosion gegeben. Dabei wurden laut Feuerwehr zwölf Menschen verletzt, drei von ihnen schwer. Einer Schwerverletzter wurde den Angaben zufolge mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Zunächst hatten die Einsatzkräfte von fünf Schwerverletzen und acht Leichtverletzten gesprochen. Die Betreiberfirma des Chemieparks, Currenta, teilte laut "Rheinischer Post" mit, es habe zwei schwer und acht leicht verletzte Personen gegeben.

Gegen 14 Uhr explodierte laut Feuerwehr ein Stickstofftank. Die Explosion ereignete sich in einem Gebäude des US-Kunststoffkonzerns Huntsman, die Ursache ist bislang unklar. Die Detonation ließ das Gebäude einstürzen.

Inzwischen wird niemand mehr vermisst - es waren Verschüttete unter den Trümmern vermutet worden. Der Betreiber hatte von einer vermissten Person gesprochen, ein Feuerwehrsprecher von fünf Vermissten.

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Explosion in Krefeld: Großeinsatz im Chemiepark
Einen Brand habe es nicht gegeben, hieß es von der Feuerwehr. Insgesamt sind rund 130 Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatz.

Bei der Explosion sei kurzfristig Titandioxid und Stickstoff ausgetreten, teilte der Betreiber mit. Titandioxid ist den Angaben zufolge ein weißes Farbpigment, das unter anderem in Zahnpasta enthalten ist. Ein Luftmesswagen habe keine erhöhten Werte festgestellt.

Auf dem 260 Hektar Gelände haben auch Konzerne wie Bayer, Evonik und Lanxess Standorte. Insgesamt sind dort nach Angaben des Betreibers über 70 Firmen mit mehr als 7000 Mitarbeitern vertreten.

ulz/dpa/Reuters



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