Brandkatastrophe im Krefelder Affenhaus Rostocker Zoo bietet Hilfe an

Etliche Tiere des Krefelder Zoos verbrannten im Affenhaus, darunter Gorillas, Orang-Utans und ein Schimpanse. Tausende Menschen spenden nun Geld, andere Tierparks zeigen sich solidarisch.
Ort der Trauer am Krefelder Zoo: "Wir werden schauen, inwieweit wir zum Beispiel mit Orang-Utans helfen können"

Ort der Trauer am Krefelder Zoo: "Wir werden schauen, inwieweit wir zum Beispiel mit Orang-Utans helfen können"

Foto: Thilo Schmuelgen/REUTERS

Nach dem verheerenden Brand im Krefelder Zoo hat der Rostocker Zoo seine Hilfe angeboten. "Wir werden schauen, inwieweit wir im Rahmen unserer Nachzucht mit Tieren, zum Beispiel Orang-Utans, helfen können", sagte Zoodirektor Udo Nagel der "Ostsee-Zeitung" .

Rostocks Zookuratorin Antje Angeli sagte im Gespräch mit NDR 1 Radio MV , man könne bei der Planung für einen Neuanfang helfen. Beide Zoos hätten bereits jetzt eine enge Zusammenarbeit. "Und hier im Zoo leben zwei Gorillas, die von Gorillas abstammen, die im Zoo in Krefeld gelebt haben."

Unmittelbar nach dem verheerenden Brand im Krefelder Affenhaus am Neujahrstag gingen nach Angaben des Zoos Tausende Geldspenden ein. Anteilnahme kam unter anderem auch aus dem Karlsruher Zoo: Dort waren bei einem Brand vor fast zehn Jahren im Streichelgehege alle Tiere gestorben. "Deswegen kann man das nun sehr gut nachvollziehen", sagte ein Sprecher des Zoologischen Stadtgartens.

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Krefelder Zoo: Stille Trauer um geliebte Affen

Foto: SASCHA STEINBACH/ EPA-EFE/ REX

Im lichterloh brennenden Krefelder Affenhaus verbrannten am frühen Neujahrsmorgen mehr als 30 Tiere - darunter fünf Borneo-Orang-Utans, ein westafrikanischer Schimpanse und zwei Flachlandgorillas. Überlebt haben zwei Schimpansen, das 40 Jahre alte Weibchen Bally und das junge Männchen Limbo.

Das Affenhaus wurde von dem Feuer komplett zerstört, der finanzielle Schaden geht in die Millionen. Der Zoo ist seit dem Morgen wieder geöffnet, die Unglücksstelle sollte weiträumig abgesperrt werden (hier erfahren Sie mehr über den Fall).

Im Video: Polizei zum Brand im Krefelder Zoo

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Die Ermittler gehen davon aus, dass das Affenhaus von einer sogenannten Himmelslaterne in Brand gesetzt wurde. Himmelslaternen, auch Wunschlaternen genannt, bestehen aus dünnem Seidenpapier und einer Kerze oder einem Behälter mit Brennpaste in der Mitte. Werden sie entzündet, können sie weit durch die Luft schweben.

Die mutmaßlichen Verursacherinnen meldeten sich kurz nach Bekanntwerden des Brandes selbst bei den Ermittlern. Es handelt sich laut Polizei um eine 60 Jahre alte Krefelderin und ihre beiden erwachsenen Töchter. Die drei Frauen hätten in der Silvesternacht nach eigenen Angaben fünf Himmelslaternen aufsteigen lassen. Den Frauen sei nicht bewusst gewesen, welchen Schaden diese anrichten können.

mxw/dpa
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