Löwen in Zeiten des Lockdowns Sonniges Straßenschläfchen

Wegen des Coronavirus bleibt der Kruger-Nationalpark für Besucher geschlossen. Ein Löwenrudel weiß die ungewohnte Ruhe für sich zu nutzen.

Sie liegen mitten auf der Straße. Ganz ruhig, ganz friedlich und dösen in der Sonne. Im südafrikanischen Kruger-Nationalpark hat es sich ein Löwenrudel auf dem Teer gemütlich gemacht. Ein tierischer Powernap, den Safari-Besucher so normalerweise nicht zu sehen bekommen.

Das schrieb auch die Parkverwaltung zu den Fotos, die sie auf Twitter veröffentlichte. Denn eigentlich leben die Löwen im Kempiana Contractual Park, einem Gebiet, das Touristen nicht zu Gesicht bekommen. Doch durch die Corona-Pandemie werden die Löwen nun freizügiger.

Wegen des Lockdowns dürfen Besucher aktuell nicht in den Park, die Straßen sind so gut wie menschenleer. Die ungewohnte Ruhe wissen die Löwen für sich zu nutzen.

Parkranger Richard Sowry gelangen die besonderen Aufnahmen während einer Patrouille am vergangenen Mittwoch. Normalerweise würden sich Löwen nur in kalten Winternächten nachts auf der Straße zeigen. Weil der Teer dann die Wärme des Tages gespeichert habe, sagte Sowry der BBC .

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Auch wenn sich die Löwen nun auf der Straße frei bewegen, der Park sei immer noch "ein wilder Ort", sagte der Ranger. "Er war wild und ist immer noch wild." Daran ändert wohl auch das Coronavirus nichts.

Mit seinen Fotos wollte Sowry den Menschen, die aktuell nicht auf Safari gehen können, eine Freude bereiten. Es seien schließlich für jeden schwierige Zeiten, sagte er.

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Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Der Kruger-Nationalpark liegt im Nordosten Südafrikas. Er gilt als eine der wichtigsten Attraktionen für Touristen. Während der Safari ist den Besuchern das Aussteigen aus den Fahrzeugen nur an gesicherten Plätzen erlaubt.

Vergangenes Jahr ereignete sich ein schwerer Unfall in dem Park. Ein Zweijähriger wurde von einem Leoparden totgebissen. Es handelte sich um das Kind eines Mitarbeiters, wie die Verwaltung damals mitteilte.

Normalerweise halten sich Raubtiere von Menschen fern. Die Präsenz von Menschen könne aber dazu führen, dass sie ihre Furcht verlören, so die Parkverwaltung.

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