Kunstfehler-Streit Kleinster Hund der Welt wird exhumiert

Ondra war zierlich und leicht. So klein, dass ihr spielend der Sprung ins Guinnessbuch der Rekorde gelang. Doch der Ruhm der Chihuahua-Hündin währte nicht lange: Von einer Erkältung dahingerafft, wurde sie Opfer einer tierärztlichen Fehlbehandlung – behauptet ihre Besitzerin, die den Veterinär wegen eines Kunstfehlers verklagt.


Prag - Vier Jahre nach ihrem Tod ist Ondra wegen des laufenden Rechtsstreits ihrer letzten Ruhe beraubt worden. Wie die Zeitung "Lidove noviny" heute berichtete, ordnete Richter Josef Berka aus dem 220 Kilometer südöstlich von Prag gelegenen Olomouc jetzt die Exhumierung der Hundeleiche an. Eine eingehende Untersuchung des Tierkadavers soll klären, woran der nur 15 Zentimeter große und knapp ein Kilogramm leichte Chihuahua im Jahr 2000 eingegangen ist.

Die damalige Besitzerin Miloslava Vasickova will beweisen, dass ihr berühmter Vierbeiner an den Folgen einer falschen Medikamention gestorben ist. "Von Ondra blieben nur ein paar kleine Knochen. Nach der Untersuchung werden wir diese wieder beisetzen", sagte Vasickova. Sie fordert von dem Arzt umgerechnet mehr als 30.000 Euro Schadenersatz.



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