Kursk-Trümmer Teile des beschädigten Kommandoturms geborgen

Norwegische Spezialisten haben Trümmer des schwer beschädigten Kommandoturms der "Kursk" an die Oberfläche gebracht. Taucher arbeiten indessen daran, den Einstieg in den vorderen Teil des U-Boots vorzubereiten.


Moskau - Die Trümmer seien an Bord der Spezial-Plattform "Regalia" gebracht worden, die über der "Kursk" schwimmt, teilte die russische Nordflotte mit. Die Beschädigungen am Kommandoturm sollen Aufschluss über die noch immer ungeklärte Ursache der Untersee-Katastrophe vom August geben.

Bereits vor einigen Tagen waren erste Trümmerteile von der "Kursk" an die Oberfläche gebracht worden
REUTERS

Bereits vor einigen Tagen waren erste Trümmerteile von der "Kursk" an die Oberfläche gebracht worden

An der dritten Sektion im vorderen Teil des U-Boots arbeiteten sich die Taucher unterhalb des Kommandoturms mit Schneidwerkzeugen zum inneren Stahlrumpf des Bootes vor. Zum Wochenende sollen russische Taucher durch ein Loch erstmals in den vorderen Teil der "Kursk" eindringen. Die Schichten der Spezialtaucher wurden dazu von vier auf sechs Stunden verlängert.

In der dritten U-Boot-Sektion befinden sich auf vier Etagen unter anderem die Kajüten der Besatzung. Laut Einsatzplan sollten sich zum Zeitpunkt der Katastrophe am 12. August bis zu 24 Matrosen dort aufhalten, meldete die Nachrichtenagentur Interfax.

Die Taucher hatten am Vortag ihre Arbeiten im Heck des 155 Meter langen U-Boots abgeschlossen und insgesamt zwölf Leichen aus der achten und neunten Sektion geborgen.

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