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Schwedisches Dorf: Wir bremsen auch für Eichhörnchen

Foto: Kent Norberg

kurz & krass Achtung, Eichhörnchen kreuzen!

Verkehrsteilnehmer brauchen Schutz, findet ein schwedisches Dorf - auch wenn es sich um Eichhörnchen handelt. Die Suche nach einem verlorenen Ring kann explosiv enden. Und selbst im Grab muss man sich vor Diebstählen schützen. Die kuriosesten Kurzmeldungen der Woche. Klicken Sie sich durch:

Schwedisches Dorf setzt auf Verkehrssicherheit für Eichhörnchen

Arvidsjaur - Wenn ein Eichhörnchen im nordschwedischen Dorf Arvidsjaur die Hauptraße überqueren möchte, kann es einen Zebrastreifen benutzen. Im Dorfzentrum hängt seit ein paar Wochen ein einzigartiges Verkehrsschild, das den Tieren den Überweg weist.

Der Chef des kommunalen Straßenamtes, Mårten Enoksson, bekam das Schild 2009 von Kollegen der nationalen Verkehrsbehörde geschenkt. Als die Kollegen die Hauptstraße umbauten, bemerkten sie die vielen Eichhörnchen in Arvidsjaur und überreichten das Schild als Gag. Enoksson entschloss sich, das Schild aufzuhängen: "Eichhörnchen zählen ja auch zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern, weil sie nicht in Fahrzeugen unterwegs sind. Genau wie Radfahrer, Fußgänger und Rollstuhlfahrer." Einwohner wollen beobachtet haben, dass die Nagetiere tatsächlich am Zebrastreifen über die Straße huschen. Enoksson ist jedenfalls hochzufrieden mit der Unfallstatistik in seiner Kommune: "Seit das Schild hängt, wurde hier kein einziges Eichhörnchen überfahren."

Im südschwedischen Skanör gibt es bereits seit einigen Jahren ein Spezialschild, das einen Überweg für Gänse markiert. Außerdem bremsen Autofahrer in Schweden auch ausdrücklich für Frauen: Aus Gleichstellungsgründen gibt es seit 2008 Schilder, auf denen die Silhouette einer Frau zu sehen ist. Die Zebrasteifen-Dame wird Fru Gårman genannt, ihr männliches Pendant heißt Herr Gårman. Zu Deutsch: das Ehepaar Gehmann.

Passagier verwechselt Notausgang mit Toilettentür

Hanoi - Ein betagter Passagier hat bei einem Flug nach Vietnam versucht, den Notausgang zu öffnen, weil er dahinter die Toilette vermutete. Ein anderer Passagier riss den 81-Jährigen aus Taiwan zurück, berichtete die Zeitung "Dan Tri". Der Zwischenfall passierte auf einem Flug der Vietnam Airlines von Taiwan nach Ho-Chi-Minh-Stadt. Dem Mann droht jetzt eine Strafe von 20 Millionen Dong (rund 720 Euro). Anfang November hatte ein 22-jähriger Student versucht, den Notausgang zu öffnen, als sein Flugzeug in Ho-Chi-Minh-Stadt zum Start beschleunigte. Er sagte später, er sei zum ersten Mal geflogen und habe die Aussicht besser genießen wollen.

Weihwasser sorgt für Polizeieinsatz in Zug

Neumünster - Ein Kanister mit Weihwasser hat in einem ICE auf dem Weg von Hamburg nach Kiel für einen Polizeieinsatz gesorgt. Die Notfallleitstelle der Bahn hatte die Bundespolizei wegen eines "herrenlosen Koffers" mit arabischen Schriftzeichen alarmiert, wie die Behörden mitteilten. Beamte fanden wenig später im Bahnhof Neumünster einen 5-Liter-Kanister mit Wasser. Dessen Eigentümer hatte sich bereits gemeldet und den Verlust des Behälters angezeigt. Seinen Angaben zufolge handelt es sich bei dem Inhalt um religiöses "Weihwasser aus Mekka".

Raser nach 20 Stunden Fahrt gestoppt

Deggendorf - Zivilpolizisten haben auf der A3 bei Deggendorf einen Raser nach 20 Stunden Fahrt gestoppt. Der 30 Jahre alte Autofahrer war teils mit mehr als Tempo 200 in Richtung Regensburg gebraust, teilte die Polizei mit. Dabei missachtete er Überholverbote und Geschwindigkeitsbeschränkungen an Baustellen. Erst nach einer kilometerlangen Verfolgungsfahrt gelang es der Polizei, den Mann zu stellen. Dieser war völlig übermüdet und bereits seit 20 Stunden unterwegs. Er wollte so schnell wie möglich von Istanbul nach Antwerpen. Die Polizei nahm ihm die Autoschlüssel ab. Ihm droht ein Bußgeld von 700 Euro.

Mann sucht Ring und findet Blindgänger

Köln - Bei der Suche nach seinem verlorenen Ring ist ein Kölner auf eine Fliegerbombe gestoßen. Der 28-Jährige habe mit einem Metalldetektor das Ufer eines Sees abgesucht und dabei einen roten Gegenstand mit zwei Ventilen entdeckt, teilte die Polizei mit. Das Gerät habe zunächst ausgesehen wie ein Feuerlöscher. Als der junge Mann daheim im Internet recherchierte, fand er heraus, dass es sich um einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handelte. Die Polizei ließ den Fundort absperren und informierte das Ordnungsamt.

Gast lässt Geldkoffer in Pizzeria zurück

Sydney - Ein geheimnisvoller Gast hat in einem Restaurant in Sydney einen Koffer voller Geld zurückgelassen. Der Fernsehsender Ten berichtete, es habe sich um etwa eine Million australische Dollar (730.000 Euro) in 50-Dollar-Scheinen gehandelt. Die Polizei sprach lediglich von einer "bedeutenden Menge Bargeld". Ein etwa 30 Jahre alter Mann in Surfshorts und Tanktop sei mit dem Koffer in das Café Mario gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann sei dann offenbar nervös geworden und habe das Lokal ohne das Geld verlassen.

Feuerwehr befreit Mann aus Weihnachtsmarkttoilette


Schwerin - Ein Toilettengang auf dem Schweriner Weihnachtsmarkt hat für einen Mann aus Flensburg mit einem Feuerwehreinsatz geendet. Der 20-Jährige hatte nach Schließung des Marktes die öffentliche Toilette aufgesucht, dabei aber nicht bedacht, dass der mobile Container ebenfalls nach "Ladenschluss" abgesperrt wird. Weil niemand auf seine Rufe reagierte, alarmierte der 20-Jährige schließlich telefonisch die Polizei. Da niemand mit dem Schlüssel gefunden werden konnte, brach die Feuerwehr die Tür schließlich auf.

Rugby-Manager muss 100 Schweine Strafe zahlen

Samoa - Rugby-Teammanager Mathew Vaea hat wegen seines schlechten Benehmens bei der WM in Neuseeland tierischen Ärger bekommen. In seinem Heimatdorf Leauva'a wurde er zu einer Strafe von 100 Schweinen verdonnert. Vaea hat dem Dorf allerdings keine Schweine gebracht, zahlte als Ausgleich für die symbolische Strafe aber 2000 samoanische Tala (umgerechnet 617 Euro) und entschuldigte sich. "Mathew hat für eine negative Berichterstattung gesorgt, weil er seine Pflichten vernachlässigt hat", begründete der Dorfvorsteher das Urteil im Gespräch mit der Tageszeitung "Samoa Observer". Vaea soll sich bei dem Turnier wie im Urlaub benommen, sich regelmäßig betrunken haben und tagelang verschwunden gewesen sein.

Bestatter bietet Särge mit Diebstahlschutz an

Bergamo - Nach wiederholten Diebstählen von Leichen aus Gräbern bietet ein Unternehmen in Norditalien Särge mit Alarmsystemen an. Wie die Lokalzeitung "Echo von Bergamo" berichtete, ist das diebstahlsichere Modell "Mike" ab sofort bei einer Bestattungsfirma aus dem Ort Caravaggio erhältlich. Der Sarg verfüge über ein Warnsystem, das Erschütterungen und andere verdächtige Vorgänge automatisch an die Sicherheitsbehörden melde, erläuterte Firmenbesitzer Paolo Imeri. Der Modellname nimmt Bezug auf den verstorbenen italienischen Fernsehmoderator Mike Bongiorno, dessen Leiche im Januar aus seinem Sarg gestohlen worden war und bis heute nicht gefunden wurde.

ulz/dapd/dpa/AFP
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