kurz & krass Auto im Auto

Hochkant im Transporter: Heckklappen gingen nicht zu

Hochkant im Transporter: Heckklappen gingen nicht zu

Foto: DPA/ Polizei

Hamburg - Das Prinzip kennt man normalerweise von russischen Puppen: Zwei Männer haben ein Auto transportiert - in einem Auto. Wo Nager den Garten umwühlen, ist keine Waffe zu groß. Und selbst mit Bierkisten lassen sich Verkehrsunfälle bauen. Die skurrilsten Kurzmeldungen der Woche. Klicken Sie's durch:

Auto für Transport in Kleinlaster geschoben

Bargteheide - Die Polizei hat auf der Autobahn 1 in Schleswig-Holstein einen nicht alltäglichen Autotransport gestoppt. In einem Kleinlastwagen beförderten zwei Männer ein auf die Seite gelegtes Auto, wie die Polizei mitteilte. Den auf die Fahrerseite gekippten Wagen hatten sie mit der Motorhaube voran in den Laderaum geschoben. Die vordere Stoßstange reichte bis an das Armaturenbrett des Lastwagens heran. Bettzeug und Matratzen sorgten für Schutz gegen Kratzer.

Den Beamten war der Transporter aufgefallen, weil die Hecktüren trotz der Millimeterarbeit beim Einpacken nicht ganz zugingen. Aus Platzmangel musste sich der Beifahrer zwischen Motorhaube und Fahrersitz quetschen. Weil die ungewöhnliche Ladung nicht ausreichend gesichert und der Transporter überladen war, wurde dem 22-jährigen Fahrer aus Kasachstan die Weiterfahrt untersagt.

Rentner jagt Mäuse mit Gewehr

Nürnberg - Er wollte den Wühlmäusen in seinem Garten mit dem Luftgewehr zu Leibe rücken - und löste damit einen Einsatz der Polizei aus: Ein Zeuge hatte beobachtet, wie ein Mann in Nürnberg mit einer Waffe hantierte und die Polizei alarmiert. Mehr als zehn Beamte umstellten daraufhin das Haus des Mannes. Der Rentner öffnete den Beamten verwundert die Tür und gab zu, er sei auf Mäusejagd. Sogar eine erschossene Wühlmaus zeigte er vor. Legal war der Luftgewehrangriff auf die Mäuse allerdings nicht: Die Waffe hatte keine amtlich vorgeschriebene Kennzeichnung. Zudem ermittelt die Polizei wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Bastler bei Unfall mit motorisierter Getränkekiste schwer verletzt

Ober-Olm - Bei einem Unfall mit einer zu einem Fahrzeug umgebauten motorisierten Getränkekiste hat sich ein Mann schwer verletzt. Der 22-Jährige hatte die Kiste auf einem Feldweg bei Ober-Olm nahe Mainz erprobt und war dabei kopfüber gestürzt, wie die Polizei mitteilte. Der Mann fuhr ohne Helm und zog sich Kopfverletzungen zu. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Das Gefährt verfügte den Angaben zufolge über drei Räder, einen Motor und Bremsen. Die Polizei schätzt, dass das Fahrzeug eine Spitzengeschwindigkeit zwischen 30 und 50 Kilometern pro Stunde erreichen kann. Als Unfallursache nehmen die Beamten neben dieser hohen Geschwindigkeit auch technische Mängel des Eigenbaus an.

Französische Bäuerin hängt an Wildsau

Périgueux - Eine Bäuerin aus dem Südwesten Frankreichs hat Ärger mit der Justiz, weil sie sich nicht von ihrem Haustier trennen mag: Evelyne Cornu muss 200 Euro Strafe zahlen und sich vor einem Strafgericht verantworten, weil sie sich seit elf Jahren eine Wildsau hält. "Ich hänge sehr an ihr", sagte die 42-Jährige auf ihrem Hof in Veyrines-de-Vergt. Sie habe Mimine als Ferkel bei sich aufgenommen, weil die Mutter des Jungtieres von einem Auto totgefahren worden sei.

Anfangs sei das kleine Wildschwein "wie ein Baby" für sie gewesen, berichtete die Bäuerin. Heute lebe die Bache in einem umzäunten Garten und erkenne sie an der Stimme und am Geruch, "wie ein kleiner Hund", sagte Cornu. "Sie sieht immer nur uns, wenn sie freigelassen würde, würde sie nicht lange überleben." Möglicherweise werde sie mit einer anderen Familie aus der Gegend, die wegen eines Fuchses ebenfalls vor Gericht zitiert wurde, eine Selbsthilfegruppe gründen, kündigte die Bäuerin an. Außerdem werde sie sich einen Anwalt nehmen, um sich zu verteidigen.

Mann ohne Führerschein will Polizeikontrolle austricksen

Prien - Mit einem Hollywood-reifen Täuschungsversuch hat ein 55-Jähriger ohne Führerschein versucht, sich einer Verkehrskontrolle zu entziehen. Der Mann hatte seinen Wagen auf einer Straße in Oberbayern etwa 200 Meter vor einer Polizeikontrolle plötzlich gewendet und sich zügig entfernt, teilte die Polizei mit. Die Beamten verfolgten den Autofahrer und beobachten, wie er in ein Haus lief. Kurze Zeit später kam eine Frau aus dem Gebäude heraus, die das gleiche rote T-Shirt trug wie der zuvor beobachtete Fahrer.

Die 51-Jährige erklärte den Beamten zufolge, sie habe am Steuer des Wagens gesessen, jedoch umkehren müssen, weil sie ihre Zigaretten vergessen hatte. Die Polizisten glaubten ihr aber nicht - und fanden den flüchtigen Fahrer in der Dusche. Der 55-Jährige gab schließlich zu, dass er seinen Führerschein 1984 wegen seines Punktestandes abgeben musste und seither ohne fuhr. Gegen ihn wird jetzt wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.

Räuber versteckt sich in Koffer

Barcelona - Ein äußerst gelenkiger Dieb hat sich in Spanien wiederholt in einen Koffer gequetscht und während der Busfahrt vom Flughafen ins Zentrum von Barcelona Wertsachen aus dem Gepäck der Mitreisenden gestohlen. Der Dieb ging laut Polizei äußerst geschickt vor: Ein Komplize kaufte sich ein Busticket für die anderthalbstündige Fahrt vom Flughafen Girona in die Innenstadt und gab dann den schweren Koffer mit seinem menschlichen Inhalt auf - im Laderaum knackte der Dieb dann in aller Ruhe das Gepäck seiner ahnungslosen Mitreisenden und durchsuchte es auf Wertgegenstände. Alarmiert über die häufigen Diebstähle, fiel der Polizei schließlich der ungewöhnlich große Koffer ins Auge. Beim Öffnen entdeckte sie den Dieb, "zusammengerollt wie ein Schlangenmensch". Der Mann und sein Komplize wurden festgenommen.

Hobbyfotografin zwingt Zug zur Notbremsung

Bopfingen - Für ein Foto von Mohnblumen hat sich eine leidenschaftliche Hobbyfotografin aus Baden-Württemberg in höchste Lebensgefahr gebracht. Wie die Bundespolizei Ulm berichtete, hatte die 45-Jährige bei Bopfingen den Gleisbereich betreten, um das Mohnblumenfeld abzulichten. Der Lokführer einer herannahenden Regionalbahn musste bei Tempo 110 eine Vollbremsung hinlegen. Verletzt wurde niemand. Die Polizei konnte die Fotografin nach dem Vorfall ausfindig machen und ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Frisur führt zu Schlägerei

Köln - Wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung einer Frisörin hat das Kölner Amtsgericht eine 43-jährige Kölnerin zu 900 Euro Geldstrafe verurteilt. Die Frau hatte sich einen neuen Haarschnitt gegönnt und war nach dem Blick in den Spiegel arg enttäuscht. Aus Wut über die angeblich "völlig unmögliche Frisur" hatte die Kundin die Frisörin als "blöde Kuh" beschimpft und ihr dann zweimal mit der Handtasche auf den Kopf geschlagen. Durch die Schläge erlitt die Frisörin eine leichte Prellung am Kopf. Sie zeigte die Kundin wegen Beleidigung und Körperverletzung an. Das Gericht wertete die Handtasche als "gefährliches Werkzeug", weil sie Metallbügel hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Angeklagte will Einspruch einlegen.

ulz/dapd/dpa/AFP

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