kurz & krass Dusselige Einbrecher rufen Polizei zu Hilfe

Polizeifahrzeug in NRW: "Das hört sich jetzt dumm an, ist aber leider so"

Polizeifahrzeug in NRW: "Das hört sich jetzt dumm an, ist aber leider so"

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa

Hamburg - Ein dusseliges Einbrecher-Duo, ungewöhnliche Flut-Hilfspakete in Serbien und eine lebensrettende Geldbörse in Witten - SPIEGEL ONLINE präsentiert die skurrilsten Meldungen der Woche. Klicken Sie's durch:

Einbrecher bleiben in Aufzug stecken

Köln - Ein ungewöhnlicher Notruf ist bei der Kölner Polizei eingegangen: "Das hört sich jetzt dumm an, ist aber leider so: Wir wollten einbrechen und der Aufzug ist steckengeblieben", sagte der Anrufer. Als die Beamten an der angegebenen Adresse eintrafen, entdeckten sie, dass die Eingangstür einer Dienstleistungsfirma aufgebrochen worden war. Im Aufzug steckten zweiTäter fest, die eigentlich in die obere Etage wollten. Als sich einer der beiden bei einem erfolglosen Befreiungsversuch auch noch die Hand verletzte, riefen sie die Polizei - den Freund und Helfer in der Not.

Tangas statt Lebensmittel für Flutopfer in Serbien

Belgrad - In Serbien haben Flutopfer von der Regierung Unterwäsche statt Lebensmittel bekommen. Nach der Flutkatastrophe in Südserbien im vergangenen Frühsommer habe der Staat rund 1000 Tangas und Büstenhalter nach Trgoviste - eine der ärmsten Gemeinden des Landes - geschickt, berichtete die Zeitung "Press" in Belgrad.

"Unser hungriges Volk braucht Mehl und keine Tangas", zitierte das Blatt den Leiter des städtischen Warenmagazins, Dragoljub Stanojkovic. Zuerst habe er gedacht, die Menschen bekämen Kinderkleidung. Bei den verschickten Gütern handele es sich offensichtlich um Dinge, die vom Zoll zuvor beschlagnahmt worden waren, schrieb die Zeitung weiter. Die Zollverwaltung habe mitgeteilt, sie habe auf Anweisung der Regierung gehandelt.

Plastikkarten retten Türsteher das Leben

Witten - Eine Geldbörse mit 20 Plastikkarten hat einem Türsteher in Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis) vermutlich das Leben gerettet. Wie eine Schutzweste habe der in der Brusttasche untergebrachte Geldbeutel den 29-Jährigen vor der Messerattacke eines Gastes geschützt, berichtete die Bochumer Polizei. Der Türsteher hatte den 31-Jährigen aus einem Innenstadt-Lokal verwiesen. Daraufhin stach der Gast den Angaben zufolge mehrmals mit einem Klappmesser auf den Angestellten ein und zerfetzte dabei seine Geldbörse mit den Karten völlig. Der Türsteher blieb unverletzt.

Franzose teilt Lottogewinn von zehn Millionen Euro mit Freund

Paris - Ein Lottogewinner aus Südfrankreich hat sich als echter Freund gezeigt: Der Spieler gewann bei der Ziehung an Silvester zehn Millionen Euro - und teilte sie mit einem alten Kumpel. Das teilte die staatliche französische Lotterieverwaltung mit. Die beiden Männer aus Arles bekamen demnach jeder einen Scheck in Höhe von fünf Millionen Euro überreicht.

"Das ist doch normal, wir kennen uns seit 22 Jahren", sagte der Gewinner, der seinen Namen nicht verraten wollte. Sein Freund und er hätten seit Jahren bei jedem großen Jackpot zusammen ein paar Euro gesetzt, erzählte er, stets seien sie aber leer ausgegangen. An Silvester habe er dann alleine gespielt und zehn Euro auf die gleichen Zahlen wie in der Vorwoche gesetzt. Als er gemerkt habe, dass er als einziger Spieler den Jackpot geknackt habe, habe er von seinem Freund nachträglich fünf Euro als Einsatz verlangt - und dann den Millionengewinn mit ihm geteilt.

Wildschwein-Attacke auf Supermarkt

Würzburg - Fünf Wildschweine sind in Großostheim (Landkreis Aschaffenburg) in einen Supermarkt spaziert. Zuvor waren einige Tiere der Rotte beim Zusammenprall mit einem Auto verletzt worden. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon. Zwei Schweine wurden später von einem Polizisten erlegt.

Wie die Polizei in Würzburg mitteilte, war die Rotte gegen Mittag über eine vielbefahrene Straße gerannt und von dem Wagen erfasst worden. Die Tiere rappelten sich auf und liefen in den Supermarkt - genau zwischen die beiden Eingangstüren. Als ein Kunde das Geschäft betreten wollte und sich die Tür automatisch öffnete, ergriffen die Wildschweine die Flucht. Auf einem Firmengelände entdeckte ein Polizeibeamter, der eine Jägerausbildung hat, später zwei Tiere und erlegte sie. Die drei Artgenossen waren allerdings nicht mehr gesehen.

Putzfrau findet toten Fötus auf Flugzeugtoilette

Manila - Grausiger Fund: Eine Putzfrau hat auf der Bordtoilette einer Maschine der Fluggesellschaft Etihad auf den Philippinen einen toten Fötus gefunden. Er war nach Schätzungen der Ärzte fünf oder sechs Monate alt. Das Flugzeug kam aus Abu Dhabi, wo Hunderttausende Philippinerinnen als Hausangestellte arbeiten, wie Zeitungen berichteten. Nach der Mutter des Kindes wird noch gesucht.

Erst im September war am Flughafen in Manila ein lebendes Baby in einer Abfalltüte gefunden worden. Die Mutter hatte das Kind offenbar an Bord eines Flugzeugs zur Welt gebracht. Das Kind überlebte. Die Mutter wurde gefunden und sagte aus, sie sei vergewaltigt worden. Sie wollte das Kind schließlich doch behalten.

wit/dpa/dpa-AFX/AFP