kurz & krass Spur im Schnee führt Polizei zu Räuber

Spaziergängerin in München: Verräterische Spuren im Schnee

Spaziergängerin in München: Verräterische Spuren im Schnee

Foto: dapd

Hamburg - Ein dummdreister Räuber und seine verräterischen Spuren im Schnee, ein stundenlang wartender Sechsjähriger im Auto, ein Überfall, der Teig statt Knete erbrachte - SPIEGEL ONLINE präsentiert die skurrilsten Meldungen der Woche. Klicken Sie's durch:

Ermitteln leicht gemacht

Mahlberg - Seine Spur im Schnee hat einen Räuber an die Polizei verraten. Der 19-Jährige hatte in Mahlberg (Baden-Württemberg) eine Tank- und Rastanlage überfallen. Mit einem Geschirrtuch maskiert, bedrohte er die 28-jährige Kassiererin mit einer täuschend echt aussehenden Schreckschusswaffe, forderte Bargeld und fünf Päckchen Zigaretten.

Er nahm die Beute, entschuldigte sich für den Überfall und verschwand mit dem Fahrrad. Die Polizeibeamten mussten nach eigenen Angaben nur den großen Fuß- und Fahrradspuren im Schnee folgen und gelangten so direkt zur Wohnung des bislang unbescholtenen 19-Jährigen. Dort fanden sich Beute und Waffe. Der verdutzte Täter legte sofort ein Geständnis ab.

Eltern lassen Sechsjährigen nachts in Auto

Madrid - Die Eltern eines Sechsjährigen sind in Madrid festgenommen worden, weil sie ihren Sohn nachts allein im Auto zurückgelassen hatten. Nach Angaben der spanischen Polizei glaubte der Junge, seine Eltern seien in der Stadt unterwegs, um ihm ein Geschenk zu kaufen. Tatsächlich vergnügten sie sich in einer nahegelegenen Bar.

Die Polizei fand den Sechsjährigen um drei Uhr morgens weinend und frierend in dem parkenden Wagen. Als kurze Zeit später die Mutter zum Auto zurückkehrte, sei sie stark alkoholisiert gewesen, hieß es. Der ebenfalls betrunkene Vater wurde wenig später in einer Discothek entdeckt. Das Kind vertrauten die Behörden einer Tante der Mutter an.

Ehefrau Schimpfwörter in die Haut geritzt

New York - Mit einem Schlüssel soll ein Mann in New York Schimpfwörter wie "Hündin" und "Hure" in den Körper seiner Frau geritzt haben. Krankenschwestern entdeckten die Narben, als die 23-Jährige zur Geburt ihres Kindes in einer Klinik war, wie die New Yorker "Daily News" berichtete.

Der 26-Jährige soll die Wörter ins Bein und in den Hals geritzt haben. Das Ehepaar war aus Usbekistan in die USA eingewandert. Ein russisch sprechender Polizist entzifferte die auf kyrillisch geschriebenen Schimpfwörter, nachdem die Krankenschwestern die Behörden alarmiert hatten.

Auf die Frage, warum sie ihren Mann nicht verlassen habe, antwortete die Frau dem Blatt zufolge: "Ich dachte, er ist meine Familie."

Teig statt Knete bei Überfall auf Pizzabäcker erbeutet

New York - Bei einem Überfall auf Betreiber einer New Yorker Pizzeria haben Unbekannte Teig statt Knete mitgehen lassen. Nach Polizeiangaben hatten die maskierten Männer die Pizzabäcker verfolgt und mit vorgehaltener Waffe die Herausgabe einer Tüte erzwungen, von der sie dachten, sie sei mit den Tageseinnahmen gefüllt. Stattdessen erbeuteten sie Pizzateig. Einer der Teigräuber stellte sich der Polizei und wurde gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt.

Dieb fährt Auto kaputt und bringt es zurück

Wendershausen/Hilders - Ein Autodieb hat einen Wagen in Wendershausen im hessischen Rhöngebiet beschädigt - und kaputt wieder zurückgebracht. Der Geländewagen war von einem Bauernhof gestohlen worden, teilte die Polizei in Hilders mit. Während seiner nächtlichen Spritztour muss der Autodieb dann einen Unfall gebaut haben. Anschließend stellte er den beschädigten Wagen einfach wieder dorthin, wo er ihn gestohlen hatte. Der Autobesitzer bemerkte die Schäden erst am nächsten Morgen.

jdl/dpa/AFP/dapd
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