Nach Unfall auf A5 Gerettetes Löwenbaby kommt in Reptilienzoo unter

Nach einem Auffahrunfall entdeckte die Polizei ein wenige Wochen altes Löwenjunges in einem Anhänger. Lea konnte unverletzt in einen Zoo gebracht werden - und lebt jetzt unter Reptilien.
Weiße Löwin Lea

Weiße Löwin Lea

Foto: Reptilium Landau / dpa

Im "Reptilium Landau" kann man auf 3400 Quadratmeter "Tiere hautnah erleben" - Schlangen, Krokodile, Echsen, Frösche, auch die eine oder andere Spinne. Dass jetzt auch ein haariges Säugetier in dem Zoo lebt, ist einem Crash auf der A5 geschuldet. Am Dienstag rammte ein Sprinter zwischen der Anschlussstelle Kronau und dem Walldorfer Kreuz einen Kleinbus. Vier Menschen wurden schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht.

In dem Anhänger des Kleinbuses entdeckten die Rettungskräfte eine kleine weiße Löwin. Sie saß offenbar unverletzt in einer Transportbox. Ein Tierarzt untersuchte das junge Raubtier und konnte innere Verletzungen ausschließen. Die Tierrettung Rhein-Neckar veröffentlichte später auf Facebook Bilder der kleinen Patientin.

Die Löwin wurde daraufhin in den Reptilienzoo in Landau gebracht, wo man ihr den Namen Lea gab. Dort befindet sie sich derzeit in Quarantäne und wird rund um die Uhr betreut.

"Das Tier ist quietschfidel", sagte der stellvertretende Geschäftsführer des Reptiliums, Dominik Bischoff. Nach der Ankunft habe das etwa sieben Wochen alte Weibchen erst mal zur Ruhe kommen müssen. "In der Nacht hat es dann schon angefangen, Milch zu trinken und ein bisschen Hackfleisch zu fressen."

Unterlagen zufolge kommt das Tier wohl aus der Slowakei. Ob es sich um einen legalen oder illegalen Transport handelte, sei noch unklar, sagte Bischoff. Die Dokumente seien auf den ersten Blick aber in Ordnung.

ala/dpa