Lawinenunglück Streit um Warnungen

Einen Tag nach dem Lawinenunglück im österreichischen Obergurgl wird über das Warnsystem gestritten. Drei Deutsche waren bei dem Abgang ums Leben gekommen.


Rettungseinsatz bei Obergurgl
AFP

Rettungseinsatz bei Obergurgl

Sölden/Mannheim - Es habe keine Hinweise auf die Lawinengefahr gegeben, sagte der Leiter der verunglückten Mannheimer Skigruppe, Peter Weiß, im "Mannheimer Morgen". Demgegenüber wiederholte der Bürgermeister von Sölden, Ernst Schöpf, dass im Tal und auf den Bergen die Skifahrer gewarnt worden seien. Schöpf ist auch für Obergurgl zuständig.

An allen Talstationen der Seilbahnen seien Hinweistafeln in vier Sprachen aufgestellt gewesen, sagte der Bürgermeister in Sölden. Darauf seien die Skifahrer unter Hinweis auf die extrem hohe Lawinengefahr aufgefordert worden, die gesicherten Pisten nicht zu verlassen. Daneben habe es im ganzen Skigebiet so genannte Rundumleuchten gegeben, die auf Dauerblinken gestellt waren. "Wir können aber nicht erwachsene Menschen mit dem Lasso zurückhalten", erklärte Schöpf zum Verhalten von leichtsinnigen Skifahrern.



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