Leichenfund Polizei rätselt über Levkes Tod

Nach dem Fund einer skelettierten Leiche in einem Wald im Sauerland hat die Polizei Hunderte Hinweise bekommen. Fast sicher ist, dass es sich um die achtjährige Levke handelt. Doch wie das Kind starb und wer die Leiche an ihren Fundort brachte, ist bislang ein Rätsel.


Cuxhaven/ Olpe - Ein Sprecher der Sonderkommission "Levke" bestätigte heute, es gebe vermehrt Zeugenaussagen, die ein Fahrzeug mit norddeutschem Kennzeichen in der Nähe des Tatorts gesehen haben wollen. Insgesamt seien mehr als 2000 Hinweise aus der Bevölkerung eingetroffen. Eine heiße Spur sei aber nicht darunter.

Bei der im nordrhein-westfälischen Attendorn gefundenen Mädchenleiche handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um das Mädchen aus Cuxhaven. Levke war Anfang Mai spurlos verschwunden. Pilzsammler hatten am Montagmittag in einer unwegsamen Tannenschonung Leichenteile und Kleidungsstücke des Mädchens entdeckt. Endgültige Sicherheit darüber, ob es sich tatsächlich um Levke handelt, bringt eine DNS-Analyse. Die Ergebnisse sollen am Wochenende vorliegen.

In Cuxhaven ermitteln 28 Kriminalpolizisten. Rund um den Fundort sind mehr als 40 weitere Beamte aus Cuxhaven, Olpe und Hagen im Einsatz. Das Waldstück bei Attendorn wird auf der Suche nach Hinweisen mit Spürhunden durchkämmt. Ein Kölner Spezialist soll unterdessen herausfinden, seit wann die Leiche schon am Fundort gelegen hat. Nach Angaben der Behörden wurde das Kind nicht dort ermordet.

Das Mädchen war am Mittag des 6. Mai zum letzten Mal auf dem Grundstück ihres Elternhauses gesehen worden. Einen Tag später wurden ihre Jacke, ihr Schulranzen und ihre Sporttasche auf einem Parkplatz rund 20 Kilometer von ihrem Heimatort entfernt gefunden.

Die Polizei hatte in dem Fall immer wieder erfolglose Suchaktionen gestartet. Auch ein Aufruf in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" brachte die Fahnder nicht weiter.



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