Vorfall im Leipziger Zoo Löwin frisst ihre neugeborenen Welpen

In der Tierwelt nennt man dieses Phänomen Kronismus: Im Zoo in Leipzig hat eine Löwin ihre wenige Tage alten Babys gefressen. Über die Ursache können Experten nur rätseln.

Die beiden Löwenjungtiere trinken bei der Löwin Kigali
Zoo Leipzig/ DPA

Die beiden Löwenjungtiere trinken bei der Löwin Kigali


Im Leipziger Zoo sind zwei wenige Tage alte Löwenbabys von ihrer Mutter gefressen worden. Wie der Tierpark mitteilte, hatte sich die in der Aufzucht von Jungen noch unerfahrene Löwin bis dahin intensiv und gut um ihre Welpen gekümmert. Am Montagabend habe sie diese während der Fellpflege in der separaten sogenannten Mutterstube allerdings plötzlich aufgefressen.

Augenscheinlich sei es Mutter und Nachwuchs zuvor gut gegangen, hieß es. Näheren Aufschluss über das Geschehen werde es nicht geben, weil eine Obduktion der Jungtiere unmöglich sei. Die Löwin machte anschließend insgesamt einen ruhigen Eindruck, wie der Zoo mitteilte. Sie solle noch ein paar Tage im abgeschirmten Teil des Geheges bleiben und dann wieder mit Artgenossen zusammenkommen.

Das Phänomen, das Elterntiere den Nachwuchs fressen, wird auch Kronismus genannt. Derartiges Verhalten kommt in der Natur vor, etwa wenn Jungtiere geschwächt oder krank sind. Die Ursache könnte laut Leipziger Zoo auch in diesem Fall "in der Entwicklung der Jungtiere" liegen. Eine andere Möglichkeit wäre die "Unerfahrenheit der Mutter".

Die Löwenjungen waren am Freitag geboren worden. Zuvor hatte es in dem Zoo 15 Jahre lang keine Löwengeburt gegeben.

bam/AFP

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