Verschollenes Gemälde bei Christie's Da-Vinci-Werk könnte 100 Millionen Dollar einbringen

Vor knapp 60 Jahren wurde beim Auktionshaus Christie's ein Gemälde versteigert - für 60 Dollar. Erst jetzt wurde der Urheber bekannt: Leonardo da Vinci. Die Kunstszene ist begeistert.
Da-Vinci-Gemälde "Salvator Mundi"

Da-Vinci-Gemälde "Salvator Mundi"

Foto: JEWEL SAMAD/ AFP

Ein lange verschollenes Gemälde von Leonardo da Vinci kommt im November bei einer Kunstauktion in New York unter den Hammer. Beobachter rechnen laut einem Bericht des US-Senders CNN  damit, dass das Jesus-Porträt mit dem Titel "Salvator Mundi" ("Erretter der Welt") mehr als 100 Millionen US-Dollar einbringt.

Christie's präsentierte das Bild am Dienstag in New York. "Es ist der Heilige Gral der Malereien alter Meister", sagte Alan Wintermute, der bei dem Auktionshaus als leitender Spezialist für diesen Bereich arbeitet. "Wir wussten, dass es existiert, es wurde lange danach gesucht", sagte er. "Aber es schien immer ein Traum zu sein, der nicht in Erfüllung geht."

Da Vinci malte den "Salvator Mundi" um 1500, ähnlich wie die "Mona Lisa". Es hing in Adelspalästen, bevor es gegen Ende des 18. Jahrhunderts verschwand. Um 1900 herum tauchte es wieder auf, aber zu dem Zeitpunkt war seine Herkunft in Vergessenheit geraten.

Christie's verkaufte es bereits einmal: 1958 wechselte es für 60 US-Dollar den Besitzer. Erst 2011 stand eindeutig fest, dass es sich um ein Da-Vinci-Werk handelt. "Salvator Mundi" zählt zu den weniger als 20 Gemälden, die Kunstkenner eindeutig auf Leonardo da Vinci zurückführen. Es ist zudem das einzige, das sich in privater Hand befindet.

Bevor es versteigert wird, soll es in verschiedenen Ausstellungen in Hongkong, San Francisco, London und New York zu sehen sein. Die Kunstauktion findet am 15. November statt.

mja
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