Lettisches Altenheim Bewohner verbrennen bis zur Unkenntlichkeit

Der Brand in einem lettischen Altenheim hat mehr als zwei Dutzend Bewohner das Leben gekostet. Die meisten sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Die extremen Minusgrade erschwerten die Löscharbeiten, weil das Wasser im Schlauch gefror.


Riga - 66 Menschen konnten lebend aus dem Heim gerettet werden, mindestens 25 Bewohner waren den Flammen ausgeliefert. "Es ist kaum etwas von ihnen übrig geblieben", sagte Inga Vetere, Mitarbeiterin der nationalen Rettungsbehörde. Die Identität soll nun durch DNA-Analyse festgestellt werden.

Rettungskräfte tragen ein Opfer aus dem Altenheim im lettischen Alsunga
REUTERS

Rettungskräfte tragen ein Opfer aus dem Altenheim im lettischen Alsunga

Als Brandursache vermutet die Feuerwehr einen Kurzschluss. Der Chef der nationalen Rettungsbehörde, Ainars Pencis, sagte, das Feuer könnte von einem elektrischen Heizkörper ausgegangen sein. Es war der folgenschwerste Brand in der Geschichte des Landes. Das Altenheim liegt in dem Dorf Alsunga rund 180 Kilometer westlich von Riga.

Erschwert wurden die Löscharbeiten dadurch, dass das Wasser bei Temperaturen von minus 25 Grad gefror, sobald es die Schläuche erreichte. Schwierig war die Evakuierung auch aufgrund der Behinderung der Bewohner. "Wir konnten den Menschen nicht einfach Anweisungen geben", sagte Vetere. "Sie mussten herausgeführt werden, einige in Rollstühlen".

esp/AFP



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