Achtlingsmutter "Ich habe mein Leben vermasselt"

Späte Einsicht einer vierzehnfachen Mutter: Die als sogenannte "Octomum" bekannt gewordene Alleinerziehende Nadya Suleman bereut ihre Entscheidung für die Kinderschar, wie nun bekannt wird: "Ich fühle mich schuldig deswegen."


Los Angeles - Suleman gab zu, das Sperma ihres Samenspenders gegen dessen Willen zur Zeugung der acht Kinder verwendet zu haben. In einem Video, das nach Angaben der Web-Seite RadarOnline von ihrem besten Freund in einem Restaurant gedreht wurde, sagte Suleman, sie habe dem Samenspender nach ihren ersten sechs Kindern nicht gesagt, dass sie noch weitere haben werde. Dazu seien eingefrorene Embryonen aus ihren früheren Schwangerschaften verwendet worden. Das habe der Mann nicht gewusst.

"Ich habe das hinter seinem Rücken gemacht und sie alle verwendet", sagte sie in dem Film. "Er wollte nicht, dass ich das mache. Ich fühle mich schuldig deswegen." Der Videofilmer sagt an einer Stelle, dass der Spender Frau und Kinder habe. Suleman ermahnt sich, nicht zu viel über den Mann zu verraten: "Er würde alles verlieren, was er sich in seinem Leben aufgebaut hat", sollte seine Identität bekannt werden.

Suleman sagte, dass ihre anderen Kinder zunehmend neugierig seien, wer der biologische Vater ihrer Geschwister sei. Sie weigere sich, ihn zu identifizieren, sähe es aber gerne, wenn er heimlich und privat die Kinder auf eine kontrollierte Weise kennen könnte.

Die Achtlingsmutter räumte persönliche Fehler ein. "Ich habe mich selbst hereingelegt. Ich habe mein Leben vermasselt, ich habe das Leben meiner Kinder vermasselt. Ich muss diese starke Fassade errichten und so tun, als ob ich es nicht bedauerte."

Suleman hat am 26. Januar Achtlinge geboren; seit Mitte April sind alle aus dem Krankenhaus entlassen und in ihrer Obhut.

Die alleinstehende, arbeitslose 33-Jährige hat neben den Achtlingen sechs Kinder im Alter zwischen zwei und sieben Jahren. Alle Schwangerschaften waren ihren Angaben zufolge das Ergebnis einer künstlichen Befruchtung.

jdl/AP

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