Mit fast 113 Jahren Ältester Mann der Welt in Spanien gestorben

Der Spanier Saturnino de la Fuente war seit vergangenem September laut Guinnessbuch der Rekorde der älteste Mann der Welt. In seinem langen Leben überlebte er unter anderem einen Hauseinsturz. Er wurde 112 Jahre alt.
Saturnino de la Fuente bei seinem 110. Geburtstag

Saturnino de la Fuente bei seinem 110. Geburtstag

Foto: Ayuntamiento de Leon / dpa

Der wohl älteste Mann der Welt ist im Alter von 112 Jahren in Spanien gestorben. Das Leben des Saturnino de la Fuente sei am Dienstag in der Stadt León »innerhalb weniger Sekunden wie eine Kerze erloschen«, zitierten die Nachrichtenagentur Europa Press und andere Medien Angehörige des Mannes. Er sei in León circa 300 Kilometer nordwestlich von Madrid im Haus einer seiner Töchter gestorben.

Der 1,50 Meter große Spanier war vom Guinnessbuch der Rekorde erst seit dem 10. September vergangenen Jahres – nach dem Tod des Puerto-Ricaners Emilio Flores – als ältester Mann des Planeten geführt worden. In weniger als einem Monat, am 12. Februar, wäre er 113 geworden. Drei seiner insgesamt acht Kinder seien vor ihm verschieden.

»Pepino« überlebte Hauskollaps nach Flugzeugeinsturz

De la Fuente habe sich bis zuletzt in einem relativ guten körperlichen und geistigen Zustand befunden. Dabei habe er in seinem langen Leben viel durchgemacht und vieles überstanden, hieß es. Seine wohl schlimmste Erfahrung machte er den Berichten zufolge 1937, als er im spanischen Bürgerkrieg unter den Trümmern eines Hauses überlebte, das beim Absturz eines Kampfflugzeuges der deutschen Legion Condor völlig zerstört worden war. Die Legion Condor unterstützte damals den Putschistenführer und späteren Diktator Francisco Franco.

Der gelernte Schuster und langjährige Besitzer einer Schuhfabrik sei ein eingefleischter Fußballfan, ehemaliger Spieler und Ehrenmitglied des Fußballklubs Puente Castro FC gewesen. »Pepino«, wie De la Fuente von Verwandten und Freunden genannt wurde, war Ende 2020 auch der erste Mensch, der in der Provinz León gegen das Coronavirus geimpft wurde.

col/dpa
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