Pippa Middletons Cabriofahrt Unroyale Räuberpistole

Ein Cabriofahrer in Paris zielt mit einer Pistole auf einen Paparazzo, Pippa Middleton ist Beifahrerin: Ganz gleich, ob die Waffe eine Attrappe war oder echt - in England kommt der Fall so ungelegen, dass Druck auf französische Ermittler ausgeübt worden sein soll.

Pippa Middleton (links), Mutter Carole, Schwester Kate: Die Jüngste hat Ärger
DPA

Pippa Middleton (links), Mutter Carole, Schwester Kate: Die Jüngste hat Ärger


London/Paris - Ein Vorfall in Paris löst Ärger in London aus: Pippa Middleton, Schwester der Herzogin von Cambridge, war in der französischen Hauptstadt in einem Auto unterwegs, dessen Fahrer mit einer Pistole auf einen Paparazzo zielte. Ob die Waffe echt war oder nicht, ist unbekannt.

Unabhängig davon könnte die Episode juristische Folgen haben. Ganz gleich, ob sie echt oder eine Attrappe ist: Laut "Guardian" ist es in Frankreich strafbar, eine Pistole auf Menschen zu richten, da die Geste als Todesdrohung aufgefasst werden kann. Der Zeitung zufolge liegt die Höchststrafe bei drei Jahren Gefängnis und umgerechnet rund 45.000 Euro Geldstrafe.

Für Middleton, die im Auto neben dem Fahrer saß, würde es erst gefährlich, wenn sich herausstellen würde, dass sie eine Komplizin war. Dafür reicht dem "Guardian" zufolge aber ihre Anwesenheit im Wagen allein nicht aus.

Bei dem Mann handelt es sich nach Berichten von "Telegraph", "Sun" und "Daily Mail" um einen Anwalt. Romain R., 36, arbeitet demnach für die Pariser Niederlassung der Kanzlei Shearman & Sterling. Er gehörte zu einem Team, das den deutschen Waffenhersteller Heckler & Koch beriet. Der 36-Jährige ist nicht zu erreichen. Er soll sowohl seinen Arbeitsplatz auf den Champs-Elysées als auch seine Pariser Wohnung verlassen haben.

Gab es eine "Intervention aus London"?

Laut "Telegraph" steht nach den jüngsten Entwicklungen in dem Fall ein schwerer Vorwurf im Raum: Demnach soll es eine "Intervention aus London" gegeben haben, die Ermittlungen der französischen Polizei herunterzufahren. Die Zeitung zitiert einen Polizisten: "Wenn die Verdächtigen normale junge Leute gewesen wären, wären sie schon längst auf die Wache gebracht worden."

Versuchte Einflussnahme auf Strafverfolgungsbehörden in einem anderen Land - solch ein Vorwurf kommt Pippa und ihren Verwandten im englischen Königshaus gar nicht recht.

Denn auch ohne die Pistolen-Posse wirft Middletons Ausflug nach Paris ein schlechtes Licht auf die Schwester von Prinz Williams Ehefrau. Vor der Autofahrt hatte Pippa Middleton eine Feier von Arthur de Soultrait besucht. Ein französischer TV-Bericht zeigt Middleton auf der "Sonnenkönig"-Kostümparty, die mit dekadent noch zurückhaltend beschrieben ist. Soultraits Bruder Marcy bezeichnete die 28-Jährige vor laufender Kamera als "meine kleine Freundin".

Seit der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton hat nichts die königliche Idylle getrübt. Das diamantene Kronjubiläum der Queen sollte der nächste Höhepunkt werden. Und jetzt das.

Wenn der Fall juristische Folgen habe, kommentierte Duncan Larcombe, bei der "Sun" zuständig für die Royals, hätte Pippa die königliche Familie ungewollt in großen Trubel hineingezogen. In jedem Fall müsse sie - eine der meistfotografierten Frauen der Welt - in solchen Situationen ein besseres Urteilsvermögen beweisen.

ulz/dpa



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