Afrika-Visite Madonna kam, Steine flogen

Chaotische Szenen bei Madonnas Besuch in Malawi. Als die Pop-Diva dem Waisenhaus ihres Adoptivsohnes David einen Besuch abstattete, bewarfen 500 wütende Kinder den Journalisten-Tross mit Steinen.


Malawi - Die Sängerin hält sich seit Montag im Heimatland ihres Adoptivsohnes David, 2, auf. Mit ihrem Besuch will Madonna den von ihr unterstützten Bau eines Waisenhauses in dem südafrikanischen Land vorantreiben. Britische Medienberichte, wonach die 48-Jährige in Malawi nach einem weiteren Adoptivkind suche, wies ihre Sprecherin zurück.

Zu Tumulten kam es, als Madonna das Waisenhaus betreten hatte. Mehrere einheimische und ausländische Fotografen versuchten sich brachial Zugang zu dem Haus zu verschaffen, um näher an die Super-Prominente heranzukommen. Die Kinder ließen einen Hagel von Steinen auf die Reporter niederprasseln.

"So etwas hätte ich nie von einem Waisenhaus erwartet", sagte Lokalreporterin Vitima Ndovi entrüstet und machte das Waisenhaus verantwortlich. "Ich hätte gedacht, sie würden das besser organisieren, statt die Kinder dazu anzustiften, Steine auf Journalisten zu werfen."

Madonna und Afrika: eine schwierige Beziehung. Die Adoption des kleinen David im Oktober 2006 wurde weltweit heftig kritisiert, unter anderem war von "Dritte-Welt-Babyshopping" die Rede.

Mit dieser erneuten Malawi-Reise, so berichtet das Magazin "Life & Style", wolle Madonna ihren Kritikern zeigen, dass es sich bei der Adoption um einen "selbstlosen Akt der Liebe" gehandelt habe.

pad/AFP



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