Aintree-Pferderennen Dezent? Wie geht das?

Es gibt Frauen, die kleiden sich gern konservativ: gedeckte Farben, verhüllte Formen. Und es gibt das Pferderennen in Aintree, und dort macht die Damenwelt vor allem eines: Sie zeigt, was sie hat.

AP

Aintree - Um gleich mit einem Klischee ins Haus zu fallen: Was sagt die Tatsache, dass eine Fußballergattin zur bestangezogenen Frau beim Ladies Day von Aintree ausgerufen wird, über die Qualität der dort gezeigten Mode aus?

Aintree ist eines der berühmtesten Pferderennen der Welt, drei Tage dauert das Spektakel im englischen Merseyside, 150.000 Besucher tummeln sich auf den Rängen, mit 75.000 Tassen Tee - und 5000 Cocktails - erfrischen sie ihre Kehlen, wenn sie sich während der Entscheidungen heiser geschrien haben.

Colleen Rooney, 24, Ehefrau des jüngst von Arjen Robben in den Schatten gestellten ManU-Stürmers Wayne Rooney, wurde von der britischen Presse ob ihrer Eleganz zur "Königin von Aintree" ausgerufen - obwohl die junge Frau aus Manchester noch vor wenigen Jahren als amtierende Königin des "Tussi-Schick" galt. Überdimensionale Ohrringe, Rüschen und schreiende Farbkombinationen gehörten damals zu ihren Markenzeichen. Bei vielen Aintree-Besucherinnen ist dies augenscheinlich noch immer so.

Für Alex Ferguson, Trainer von Manchester United, bot Aintree nach dem Champions-League-Ausscheiden gegen die Bayern übrigens ein kleines Trostpflaster: Im Rennen um die "Totesport Bowl" galoppierte das Pferd "What a Friend", dessen Mitbesitzer er ist, zum Sieg.

pad



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