Baldwin dreht nach tödlichem Vorfall wieder »Es ist seltsam, zurück zur Arbeit zu gehen«

Nach dem Tod einer Kamerafrau am Set des Films »Rust« arbeitet Alec Baldwin an einem neuen Streifen. Unterdessen hat eine Sanitäterin Klage wegen des Vorfalls eingereicht.
Alec Baldwin (Archivbild):

Alec Baldwin (Archivbild):

Foto: Rich Polk / Getty Images for IMDb

Im Herbst 2021 endete der vorerst letzte Drehtag Alec Baldwins mit einer Katastrophe: Die Kamerafrau Halyna Hutchins wurde von einem Schuss tödlich getroffen – aus einer Waffe, die der Schauspieler in der Hand hielt. Wie genau es zu dem Unglück am Set von »Rust« kam, wird noch immer untersucht, Baldwin beteuert, nicht gewusst zu haben, dass sich in dem Colt scharfe Munition befand. Außerdem war Regisseur Joel Souza an der Schulter getroffen worden.

Nun, nach rund dreieinhalb Monaten, dreht Baldwin wieder. »Es ist seltsam, zurück zur Arbeit zu gehen«, sagte der 63-Jährige in einem Video, das er bei Instagram veröffentlichte. »Ich habe seit dem 21. Oktober letzten Jahres nicht mehr gearbeitet, als diese schreckliche Sache am Set dieses Films passierte«. Weiter sagte Baldwin, der offenbar in einem Hotelbett liegt, es falle ihm immer noch schwer, über den »Unfall und den Tod unserer Kamerafrau Halyna Hutchins« zu sprechen.

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Offiziell ist nicht bekannt, an welchem Film Baldwin nun arbeitet. Medienberichten  zufolge soll es sich um den Thriller »97 Minuten« handeln, der gerade in England gedreht wird.

Unterdessen hat die Sanitäterin, die Hutchins nach dem Schuss versorgte, gegen mehrere Crewmitglieder und die Produktionsfirma des Films »Rust« Klage wegen Fahrlässigkeit eingereicht. Das berichten unter anderem »Variety«  und »TMZ« .

Sie habe verzweifelt versucht, das Leben der Kamerafrau zu retten, indem sie Druck auf ihre Wunden ausübte und sie mit Sauerstoff versorgte. Durch den Tod Hutchins habe sie »einen enormen Schock, ein Trauma und eine schwere emotionale Belastung« erlitten und sei medizinisch nicht in der Lage gewesen, an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. Verantwortlich für den Vorfall seien Sicherheitsmängel gewesen.

Alec Baldwin, der als Hauptdarsteller und Produzent an dem Low-Budget-Western mitwirkte, oder einer der anderen Produzenten werden in der Klage allerdings nicht namentlich beschuldigt.

Im Zusammenhang mit dem Vorfall gibt es bereits mehrere Klagen, unter anderem hatte der Beleuchter Serge Svetnoy im November gegen Baldwin und andere Mitarbeiter Klage mit dem Vorwurf des fahrlässigen Verhaltens eingereicht.

bbr
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