Anzeige von Alec Baldwin Haftstrafe für mutmaßliche Stalkerin

Sie soll Kinostar Alec Baldwin massenhaft E-Mails geschickt und ihm aufgelauert haben - jetzt muss die Kanadierin Geneviève Sabourin für 30 Tage ins Gefängnis. Allerdings nicht wegen der Stalking-Vorwürfe: Die Haftstrafe ist eine Folge ihres Benehmens vor Gericht.

REUTERS

New York - Eine kanadische Schauspielerin, die von Hollywood-Star Alec Baldwin wegen Belästigung angezeigt wurde, muss für 30 Tage ins Gefängnis. Ein Gericht in New York ordnete die Haftstrafe an - allerdings nicht wegen der Stalking-Vorwürfe, sondern weil Geneviève Sabourin immer wieder den Prozess gestört hatte.

Baldwin hatte die Frau im vergangenen Jahr wegen Stalkings angezeigt. Sabourin, selbst wenig erfolgreiche Schauspielerin, schickte ihm demnach massenhaft E-Mails, zunächst mit Liebesbekundungen, später mit Drohungen. Schließlich tauchte sie ungebeten bei Film-Screenings und vor seinem Haus in den Hamptons auf. Baldwin habe sich "extrem, extrem, extrem bedroht" gefühlt, sagte er.

Sabourin äußerte sich am Mittwoch drei Stunden lang zu den Vorwürfen, zum Teil unter Tränen. Ihrer Darstellung zufolge hatte sie mit Baldwin einige Monate lang eine Affäre gehabt - nach einem Abendessen und einer "sehr romantischen Nacht" in einem New Yorker Hotel. "Er verdient Millionen damit, auf der Leinwand Frauen zu verzaubern. Er ist der beste Charmeur der Welt", sagte Sabourin. Baldwin gibt dagegen an, mit der Schauspielerin nur zu Abend gegessen zu haben, um ihr Karriere-Ratschläge zu geben. Danach habe er sie nicht wiedergesehen.

Sabourin räumte vor Gericht ein, Baldwin und seiner Frau mehrmals aufgelauert zu haben. Sie habe allerdings nur nach einer Erklärung verlangt, warum er sie nach der angeblichen Liebesbeziehung fallengelassen habe. "Ich bin nervig, aber ich bin nicht aggressiv", sagte sie.

Die 30-tägige Haftstrafe ordnete das Gericht an, nachdem Sabourin mehrfach die Verhandlung gestört hatte. Schon als Baldwin seine Aussage machte, gab es immer wieder Zwischenrufe von ihr, etwa: "Er lügt! Er lügt!" Trotz wiederholter Ermahnungen unterbrach Sabourin auch ihren eigenen Anwalt bei dessen Ausführungen. Die Folge: ein Monat hinter Gittern. Wegen der eigentlichen Belästigungsvorwürfe drohen ihr insgesamt bis zu 90 Tage Haft.

rls/AFP/AP

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