Alzheimer Familie von Columbo-Darsteller Falk streitet um Vormundschaft

Er ist betagt, dement und auf fremde Hilfe angewiesen: Der weltberühmte Darsteller des TV-Detektivs Columbo, Peter Falk, leidet an Alzheimer. Unter den engsten Angehörigen des 81-Jährigen ist jetzt ein Kampf um das Erbe entbrannt.


Los Angeles - Der sich stetig verschlechternde Gesundheitszustand von Peter Falk fördert den Familienzusammenhalt offenbar wenig. Am 12. Dezember hatte Adoptivtochter Catherine unter Verweis auf den geistigen Verfall ihres Vaters die Vormundschaft beantragt. Sie erklärte vor Gericht, Peter Falk müsse vor "Betrug und negativen Einflüssen" geschützt werden. Es sei zu befürchten, dass es zu betrügerischen Übereignungen käme, so Catherine Falk.

Aus Justizdokumenten, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, geht hervor, dass Falks Ehefrau Shera diese "radikale Maßnahme" um jeden Preis verhindern will. Falls das Gericht einen Vormund einsetzen wolle, beantragte sie die Vormundschaft für sich selbst. Ihr Mann habe sich mit der Stieftochter nie gut verstanden, versicherte die Ehefrau. Am kommenden Dienstag soll das Oberste Gericht in Los Angeles über den Antrag entscheiden.

Von 1960 bis 1977 war Falk mit Alyce Mayo verheiratet, mit der er zwei Töchter hatte - die adoptierte Catherine und Jackie. Später ehelichte er dann die 23 Jahre jüngere Schauspielerin Shera Danese.

Schon vor der Rolle des Inspektors Columbo war Falk ein bekannter Schauspieler. Er startete seine Karriere 1956 am Broadway und war 1960 und 1961 für einen Oscar nominiert. Als "Columbo" spielte er in 70 Fernsehfilmen, sein Markenzeichen war ein beigefarbener Regenmantel. Für diese Rolle wurde Falk mit mehreren Emmy-Awards und einem Golden Globe ausgezeichnet. In seinem dritten Lebensjahr wurde Falk wegen eines Tumors ein Auge entfernt. Seither trug er ein Glasauge.

ala/AFP



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