Angelina Jolie über sexuelle Gewalt "Wir sind in der Lage, die Täter zu identifizieren"

Angelina Jolie hat bei den Vereinten Nationen darüber gesprochen, wie sexuelle Gewalt als Waffe eingesetzt wird. Die Schauspielerin prangert das an - und hat eine klare Forderung an die Politik.

AP/ The Canadian Press

Frauenrechte sind ein großes Thema für Angelina Jolie - schon seit Jahren engagiert sie sich auf vielen Ebenen gegen sexuelle Gewalt. Jetzt hat sie die Friedenstruppen der Vereinten Nationen bei einer Konferenz in Vancouver dazu aufgerufen, sich stärker dafür einzusetzen, sie zu verhindern und zu bestrafen - das berichtete der "Guardian".

Der Hollywoodstar bezeichnete sexuelle Gewalt als eine Waffe: "Sie ist billiger als eine Kugel und hat anhaltende Konsequenzen, die sich mit widerlicher Vorhersehbarkeit entfalten" - diese Aspekte würden sie auf grausame Art effektiv machen.

Aktueller Anlass für ihre Rede, war die Situation der weiblichen Rohingya. Fast jede Frau, die aus Burma in eine der Notunterkünfte nach Bangladesch geflohen sei, hat laut Uno sexuelle Gewalt erfahren. "Das hat nichts mit Sex zu tun. Es hat nur mit Machtmissbrauch zu tun. Das ist kriminelles Verhalten", sagte Jolie.

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Angelina Jolie: Schauspielerin kämpft für Frauenrechte

Es sei wichtig, dass Politiker solche Taten nicht mehr als unvermeidbare Folge von gewalttätigen Konflikten sehen würden. Es sei schwer, aber nicht unmöglich, sie zu bekämpfen: "Wir sind in der Lage, die Täter zu identifizieren. Was fehlt, ist der politische Wille."

Angelina Jolie gehört selbst zu den Frauen, die dem Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein sexuelle Belästigung vorwerfen.

bbr

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