Angelina Jolie "Ich hoffe, meine Entscheidungen erlauben es mir, etwas länger zu leben"

Angelina Jolie hat ein emotionales Essay über Frauengesundheit veröffentlicht. Darin schreibt sie auch über ihre verstorbene Mutter.

Engagiert sich für Frauengesundheit: Angelina Jolie
NEIL HALL/EPA-EFE/REX

Engagiert sich für Frauengesundheit: Angelina Jolie


2013 wurden Angelina Jolies Brüste amputiert, zwei Jahre später ließ sie sich ihre Eierstöcke und Eileiter entfernen. Der Grund für die vorbeugenden Operationen war Angst vor Krebs. Mutter, Großmutter und Tante der Schauspielerin waren an der Erkrankung gestorben. Sie selbst habe ein hohes individuelles Krebsrisiko, machte Jolie damals öffentlich. Nun hat sie in einem persönlichen Essay für das Magazin "Time" über Frauengesundheit und ihre eigenen Erfahrungen geschrieben.

Sie habe das Gefühl, die Operationen hätten ihre Chancen verbessert, ihre Kinder erwachsen werden zu sehen und ihre Enkelkinder kennenzulernen, schreibt Jolie. Sie selbst lebe mittlerweile mehr als ein Jahrzehnt ohne ihre Mutter. "Sie traf nur ein paar ihrer Enkelkinder und war oft zu krank, um mit ihnen zu spielen."

"Narben im Gedächtnis"

Für Jolie ist das offenbar immer noch hart. Es falle ihr schwer, das Leben als von Gott geführt zu betrachten, wenn sie denke, wie sehr die Kinder von der Zeit mit ihrer Großmutter profitiert hätten. Jolies Mutter starb 2007 mit 56. Ihre Großmutter sei bereits in ihren Vierzigern gestorben, schrieb die 44-Jährige: "Ich hoffe, meine Entscheidungen erlauben es mir, etwas länger zu leben."

Sie werde oft gefragt, wie es ihr mit ihren physischen Narben gehe, berichtet Jolie. "Ich denke, unsere Narben erinnern uns an das, was wir überwunden haben." Sie seien Teil dessen, was jeden einzigartig mache. "Diese Vielfalt ist eines der schönsten Dinge der menschlichen Existenz." Viel schwerer zu ertragen seien oft die unsichtbaren Narben, die "Narben im Gedächtnis".

Außer dem medizinischen Fortschritt spiele noch etwas für die Frauengesundheit eine Rolle, ist Jolie überzeugt: "Psychische und emotionale Gesundheit und körperliche Sicherheit sind genauso wichtig." Oft werde sich auf die Krankheit einer Frau konzentriert, dabei aber das große Ganze vergessen: "ihre Familiensituation, ihre Sicherheit und ob sie Stress hat, der ihre Gesundheit beeinträchtigt und ihre Tage viel schwerer macht."

bbr



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