Rechtsstreit um französisches Weingut Jolie wirft Pitt »rachsüchtigen Krieg« vor – und fordert 250 Millionen Dollar Schadensersatz

Es hätte ein Ort der Harmonie sein sollen, jetzt ist es Teil der Trennungschlacht: Brad Pitt und Angelina Jolie streiten um eine Luxusimmobilie in Frankreich. Nach einer Klage versucht Jolie nun einen Gegenschlag.
Luftaufnahme des Château Miraval in Südfrankreich

Luftaufnahme des Château Miraval in Südfrankreich

Foto: Michel Gangne / AFP

Der Scheidungskrieg zwischen US-Schauspielerin Angelina Jolie und Brad Pitt spitzt sich weiter zu. Anlass ist einmal mehr die Auseinandersetzung um ein früheres gemeinsames Herzensprojekt, das Weingut Château Miraval in Südfrankreich. Pitt hatte Jolie bereits im Februar verklagt, weil die 47-Jährige ihren Anteil an dem Anwesen ohne seine Einwilligung verkauft haben soll. Pitt unterstellte seiner früheren Partnerin zudem, sie habe dies getan, um ihm Schaden zuzufügen.

Aus Sicht Jolies stellt sich die Angelegenheit dagegen ganz anders dar. In Gerichtsunterlagen, aus denen nun unter anderem der Sender CNN  zitiert, wirft Jolie Pitt vor, einen »rachsüchtigen Krieg« gegen sie zu führen und die Kontrolle über die gemeinsame Immobilie kapern zu wollen. Der Schauspieler wird demnach beschuldigt, eine »facettenreiche, jahrelange Kampagne« gefahren zu haben, um die Kontrolle über das Anwesen zu übernehmen. Auch soll er ein früheres Unternehmen Jolies, Nouvel LLC, für seine Zwecke missbraucht haben.

Jolie fordert immense Entschädigung

Für Schäden, die ihr dadurch entstanden seien, verlangt Jolie laut CNN 250 Millionen Dollar Entschädigung. Pitt und »seine Verbündeten« hätten ihrerseits »illegale und bösartige Aktionen« durchgeführt, um Jolie und Nouvel LLC zu »verletzen«, heißt es. Pitt halte einen »signifikanten Teil« der ihr zustehenden Werte des Anwesens als »Geisel«. Dem Sender lagen zu der neuen Wendung in dem Streit zunächst keine Kommentare der beiden Hollywoodstars vor.

Das Château hätte eigentlich ein Ort der Harmonie für die lange Zeit als Hollywoods Traumpaar geltenden Eheleute sein sollen. Pitt und Jolie erwarben im Jahr 2008 für 25 Millionen Euro eine Mehrheitsbeteiligung an dem Weingut. 2014 heirateten beide auf dem Anwesen, zu dem laut früheren Berichten ein Schloss mit 35 Zimmern und 500 Hektar Land gehören, auf denen zum Teil Wein angebaut wird.

Teil der Kaufvereinbarung war einst aber offenbar, dass Pitt 60 Prozent und Jolie 40 Prozent des Preises zahlte, woraus sich unterschiedliche Besitzansprüche ergeben. Pitt und Jolie vereinbarten wohl zudem, ihren Anteil nicht ohne Einverständnis des Partners zu verkaufen.

Der Schauspieler hatte dies in seiner Klage geltend gemacht und den Verkauf von Jolies Anteil an ein Unternehmen des russischen Milliardärs Yuri Shefler beanstandet. Seine Anwälte argumentierten, das Weingut sei zu »Pitts Passion« geworden. Unter seiner Ägide habe sich daraus eine millionenschwere und internationale »Erfolgsgeschichte« entwickelt. Man produziere dort einen der weltweit anerkanntesten Roséweine.

Wie CNN berichtet, war der Auflösung der Ehe zwischen Pitt und Jolie bereits 2019 zugestimmt worden. Beide liefern sich jedoch weiter heftige Auseinandersetzungen um gemeinsames Eigentum und das Sorgerechte ihrer Kinder.

fek
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