Anne Hathaway über ihren Mann "Seine Liebe hat mich verändert"

Seit vier Jahren ist Anne Hathaway verheiratet. Nun verriet die Oscargewinnerin, wie die Ehe ihr Leben verändert hat - und warum sie sich für bezahlte Elternzeit in den USA einsetzt.

Getty Images

Seit September 2012 ist Anne Hathaway mit ihrem Schauspielkollegen Adam Shulman verheiratet. In einem Interview mit der Zeitschrift "Elle" hat die Schauspielerin jetzt über ihren Ehemann gesprochen: "Seine einzigartige und besondere Liebe hat mich verändert", sagt Hathaway.

"Ich glaube, das übliche Narrativ ist: Wir als Frauen brauchen niemanden", so die Schauspielerin. "Aber ich brauche meinen Mann."

Im Interview mit "Elle" sprach Hathaway über ein weiteres Thema: Die Oscargewinnerin will sich in den nächsten vier Jahren als Uno-Botschafterin für bezahlte Elternzeit in den USA einsetzen. "Ich kann nicht glauben, dass wir sie nicht schon haben."

In den USA bekommen Mütter zwölf Wochen frei - aber unbezahlt. "Irgendwie wurde von uns und allen amerikanischen Eltern erwartet, dass sie in weniger als drei Monaten ohne Einkommen wieder im Normalzustand angekommen sind", bemängelte die 34-Jährige bereits in der vergangenen Woche in einer Rede im Uno-Hauptquartier in New York.

Fotostrecke

8  Bilder
Anne Hathaway über ihren Mann: "Seine Liebe hat mich verändert"

Der Grund für ihr Engagement sei die Geburt ihres eigenen Kindes gewesen. Söhnchen Jonathan Rosebanks Shulman war im März 2016 in Los Angeles geboren worden. Für Hathaway und Shulman war es der erste Nachwuchs.

"Als Johnny eine Woche alt war und ich ihn hielt und in Extase war, dachte ich plötzlich: Es ist ausgemachter Unsinn, Müttern ein schlechtes Gewissen einzureden", sagt Hathaway. Mütter würden dazu angehalten, sich gegenseitig zu verurteilen. "Wir sollten uns vielmehr auf die Leute und Institutionen konzentrieren, die uns unterstützen sollten, es derzeit aber nicht tun."

Hathaway war 2001 durch die Komödie "Plötzlich Prinzessin" berühmt geworden. Es folgten weitere erfolgreiche Filme wie "Der Teufel trägt Prada" und "Interstellar". Für ihre Rolle in der Musical-Verfilmung "Les Misérables" bekam sie 2013 den Oscar als beste Nebendarstellerin.

asa

Mehr zum Thema


insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Sibylle1969 14.03.2017
1. Mutterschutz / bezahlte Elternzeit
In den USA gibt es eine ganze Menge Dinge nicht, die für uns in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern selbstverständlich sind. Aber jedwede Forderung nach Einführung eines stärkeren sozialen Netzwerks wird von gewissen Kreisen in den USA immer gleich als "Sozialismus" bezeichnet, ob das nun die Krankenversicherungspflicht ist oder "Paid parental leave". Und dann setzt der übliche amerikanische Reflex ein: Sozialismus gleich Kommunismus gleich bööööse. Oder man will sich vom böööösen Staat nicht vorschreiben lassen, wie man zu leben hat.
bakiri 14.03.2017
2.
in den usa weiß man gar nicht, wo man zuerst anfangen soll. ich hab bis gerade gar nicht darüber nachgedacht, ob es dort soetwas wie elternzeit nicht geben könnte....vielleicht wäre eine volksabstimmung über den scheideweg soziale oder komplett unsoziale gesellschaft in den usa sinnvoll. der derzeitige weg führt doch nirgendwo so richtig hin und ist augenwischerei. mich schockt es immer wieder zu hören, was diese angeblich große nation alles nicht hat. ist innere größe nicht etwas, das durch moral und übernahme von verantwortung kommt? da haben die usa von krankenversicherung über elternzeit und kostenlosem zugang zu bildung noch viel zu lernen. wirklich schade, dafür haben sie momentan den falschen präsidenten. es wird also noch dauern...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.