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25. Juli 2019, 10:24 Uhr

Erneut schwangere US-Schauspielerin

Anne Hathaway und die Unfruchtbarkeitshölle

"Es ist nicht für einen Film...": Anne Hathaway und ihr Ehemann erwarten ihr zweites Kind. Der Weg dorthin war schwer - und auch nach der Geburt dürfte es für die US-Schauspielerin anders sein als in anderen Ländern.

Als Uno-Botschafterin für Frauen kämpft Anne Hathaway für bezahlte Elternzeit in den USA. Die Hollywood-Schauspielerin wird selbst auch bei ihrem zweiten Kind aber wohl wieder ohne auskommen müssen. Denn die 36-jährige "Ocean's 8"-Darstellerin ist wieder schwanger und eine Neuregelung ist nicht in Sicht.

Bis zur ersehnten zweiten Schwangerschaft war es für Hathaway auch "kein leichter Weg". Entsprechend stolz machte sie diese nun auch öffentlich: "Es ist nicht für einen Film...", schrieb die Darstellerin, die für ihre Rolle in der Musicalverfilmung "Les Misérables" 2013 einen Oscar gewann, auf Instagram. Sie postete dazu ein Bild, auf dem ihr Babybauch bereits gut zu sehen ist.

Zum richtigen Zeitpunkt schwanger?

Hathaway ist seit 2012 mit dem Schauspieler Adam Shulman verheiratet, ihr gemeinsamer Sohn Jonathan Rosebanks Shulman ist drei Jahre alt. Er wurde 2016 in Los Angeles geboren. Kurz nach der Geburt hatte Hathaway damals in einem Interview gesagt: "Irgendwie wurde von uns und allen amerikanischen Eltern erwartet, dass sie in weniger als drei Monaten ohne Einkommen wieder im Normalzustand angekommen sind", bemängelte sie. Auch wenn ihr als erfolgreicher Schauspielerin das leichter fallen dürfte als anderen Frauen: Geändert hat sich daran grundsätzlich nichts. In den USA bekommen Mütter bei der Geburt eines Kindes zwölf Wochen frei - unbezahlt.

Hathaway, die 2001 mit dem Film "Plötzlich Prinzessin" bekannt wurde, widmete die Nachricht ihrer erneuten Schwangerschaft auch "an alle, die durch die Unfruchtbarkeitshölle gehen und Schwierigkeiten bei der Empfängnis haben". Sie sollten wissen, dass es auch für sie nicht einfach gewesen sei - und schickt "eine Extraportion Liebe".

Probleme bei der Fortpflanzung können für viele Paare belastend sein. In Deutschland forderte deshalb ein wissenschaftliches Gremium zuletzt, die Regularien zur künstlichen Befruchtung zu ändern. Die Krankenkassen sollten die Kosten von Kinderwunschbehandlungen künftig komplett tragen, wenn diese medizinisch notwendig sind und es Erfolgsaussichten gibt.

Bei Anne Hathaway könnte nun sogar das Timing für die Schwangerschaft passen: Die Schauspielerin hat laut US-Medien die Dreharbeiten zu "Hexen hexen", einer Neuauflage des gleichnamigen Films aus den Neunzigern, abgeschlossen.

apr/dpa

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