Fußballstar Digne half Opfern in Barcelona "Lucas, merci beaucoup!"

Er ist ein Held, der kein Held sein will: Lucas Digne vom FC Barcelona leistete gleich nach dem Anschlag in der spanischen Stadt mehreren Verletzen Erste Hilfe - und verlor danach kein Wort darüber.

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Der französische Fußball-Nationalspieler Lucas Digne hat den Opfern der Anschläge von Barcelona unmittelbar nach der Terrorfahrt auf der Flaniermeile Las Ramblas geholfen. Der Profi des FC Barcelona, der in der Nähe des Tatorts am Catalunya-Platz wohnt, habe die Panik nach der Attacke von seinem Apartment aus mitbekommen, berichten der katalanische Radiosender RAC1 und der US-Sender ESPN. Digne sei sofort auf die Straße gelaufen, um den Verletzten beizustehen.

Der 24-Jährige habe unter anderem Handtücher und Wasserflaschen mitgenommen und einigen der mehr als 120 Verletzten Erste Hilfe geleistet, hieß es. "Er hat nach seinem Gewissen gehandelt", schreibt die Sportzeitung "Mundo Deportivo". Der Franzose habe danach nicht darüber sprechen wollen. Für ihn sei es eine einfache Bürgerpflicht gewesen. Dennoch gebühre ihm Dank: "Lucas, merci beaucoup!", schreibt die Zeitung.

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Lucas Digne: Der Held, der kein Held sein will

Auf Instagram postete Digne nur ein Bild des Catalunya-Platzes und zwei Emoticons: Ein Herz und "betende Hände". Auch Instagram-Nutzer bedankten sich bei ihm - auf Katalanisch und auf Spanisch, auf Englisch und auf Deutsch.

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Bei dem Anschlag in Barcelona und einem vereitelten Attentat in der katalanischen Küstenstadt Cambrils starben insgesamt 15 Menschen. Der als Haupttäter beschuldigte Yunes Abouyaaqoub wurde im kleinen Ort Subirats rund 25 Kilometer westlich von Barcelona von Polizeibeamten erschossen. Die für die Anschläge verantwortliche Terrorzelle gilt als zerschlagen.

asa/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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Tharsonius 22.08.2017
1. Bravo
Das sind für mich wahre Helden. Einfach helfen ohne groß Aufsehen zu erregen. :)
langenscheidt 22.08.2017
2. Kein Twitter, kein Facebook?
Keine Selfies mit Verletztenfotos vom Tatort? Unverschämt, wie kann man sich nur so daneben benehmen. Wie? Was? Früher als es noch keine Smartphones gab, war das selbstverständlich?
bakero 22.08.2017
3.
Fast zeitgleich teilt uns Mats Hummels mit, dass er schlappe 1% seines Einkommens spendet. Spenden und Helfen geht theoretisch auch ohne Presse. Zumindest wenn es einem nicht vorrangig um die PR geht.
widower+2 22.08.2017
4. Das sehe ich gänzlich anders
Zitat von bakeroFast zeitgleich teilt uns Mats Hummels mit, dass er schlappe 1% seines Einkommens spendet. Spenden und Helfen geht theoretisch auch ohne Presse. Zumindest wenn es einem nicht vorrangig um die PR geht.
Natürlich geht Spenden und Helfen auch ohne Presse. Ich denke aber, dass Sie Hummels Motivation, an die Öffentlichkeit zu gehen, falsch einschätzen. Hummels hat sich damit einer Initiative von Juan Mata (Spieler von ManU sowie Welt- und Europameister) angeschlossen, der dazu aufgefordert hatte, 1% des Einkommens für für soziale Fußballprojekte zu spenden. Ich denke, dass Hummels hier nur als Multiplikator für eine gute Sache wirken wollte und auch wirken wird. Auf jeden Fall Hut ab vor Digne.
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