ARD-Film Anna Maria Mühe spielt Beate Zschäpe

Neue Rolle für Anna Maria Mühe: Die Schauspielerin dreht derzeit für einen ARD-Dreiteiler - und übernimmt dafür die Rolle der Rechtsextremistin Beate Zschäpe. Bis der Film zu sehen sein wird, dauert es aber noch eine Weile.

DPA

Anna Maria Mühe spielte schon eine Nixe, eine Doppelagentin und eine Dirigententochter. Jetzt steht die Schauspielerin als Beate Zschäpe vor der Kamera, wie eine Sprecherin der Münchener Programmdirektion mitteilte. Demnach laufen die Dreharbeiten für den ARD-Dreiteiler über die Terrorzelle NSU bereits. Die Ausstrahlung ist frühestens für 2016 vorgesehen.

Die Rollen von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt haben Albrecht Schuch und Sebastian Urzendowsky übernommen. Das Buch schrieb Thomas Wendrich, Regie führt Christian Schwochow. Er hat für die ARD unter anderem bereits die Literaturverfilmung "Der Turm" realisiert.

Anna Maria Mühe, 29, ist die Tochter der Schauspieler Jenny Gröllmann und Ulrich Mühe, beide sind verstorben. Mühe wurde als 15-Jährige in Berlin entdeckt und gab 2002 ihr Filmdebüt in dem Teenager-Drama "Große Mädchen weinen nicht" an der Seite von Karoline Herfurth.

NSU im Kino und Gerichtssaal

Die Geschichte des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) wird derzeit auch fürs Kino vorbereitet. Die Constantin Film in München verwendet als Grundlage für den Spielfilm das Buch "Heimatschutz - Der Staat und die Mordserie des NSU" von Stefan Aust und Dirk Laabs. Die Autoren rekonstruieren darin die Jagd nach den Neonazis und geben Einblick in den Kampf des Bundesamts für Verfassungsschutz gegen den rechten Terror.

In München läuft seit rund zwei Jahren ein Prozess, der die Vorwürfe gegen den NSU aufarbeitet. Hauptangeklagte ist Beate Zschäpe. Sie muss sich als Mittäterin an zehn überwiegend rassistisch motivierten Morden und zwei Sprengstoffanschlägen verantworten.

aar/dpa

insgesamt 22 Beiträge
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Seite 1
SPONU 21.05.2015
1. Erhalten die Opferfamilien wenigstens Tantiemen?
Die Leichen noch nicht kalt und schon wird's verfilmt. Dann darf sich der toitsche Michel bei Popcorn genüsslich schaudern im Kinosaal. Pfui deibel!
thomas.b 21.05.2015
2.
Wenn der Film so gut wird wie "Der Baader-Meinhof-Komplex" mit Moritz Bleibtreu u.a. , freu ich mich sehr darauf.
felisconcolor 21.05.2015
3. Ich kann
mir nicht vorstellen das Beate Zschäpe dazu ihr okay gegeben hat. Schliesslich hat ja selbst die tolle Staatsanwaltschaft so ihre liebe Mühe ihr auch nur das kleinste Harr in die Suppe zu werfen. Sprich ihr irgendeine Schuld nachzuweisen. Ich würde mich mit Händen und Füssen, Zähnen und Krallen dagegen verwehren wenn man mit mir so eine Posse wie der Verfilmung abziehen will. Oder hat Frau Zschäpe etwa die Rechte dafür verkauft. Bissel mehr Info wäre nett.
Annabel 21.05.2015
4. Nach Hitler-Filmen nun das
Warum interessieren sich Deutsche fast manisch für Motive und Befindlichkeiten die Täter?
afrikadelle 21.05.2015
5.
ich finde, einen Film über diese Taten zu drehen, während der Fall noch vor Gericht verhandelt wird, sendet die falschen Signale. In so einem aktuellen Fall sollten Terroristen nicht mehr Bildfläche gegeben werden, als unbedingt nktog
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