Arnold Schwarzenegger Gouvernator wird wieder Terminator

Seine Zeit als Gouverneur von Kalifornien endet am 2. November. Grund genug für Arnold Schwarzenegger, ein Comeback vor der Kamera anzudeuten. Für einen Werbespot nahm er jetzt jedenfalls schon mal Anleihen bei einem Alter Ego aus Stahl.

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Los Angeles - Als Gouverneur von Kalifornien ist Arnold Schwarzenegger mittlerweile nur noch eine "lame duck", eine lahme Ente. Arnies Popularität liegt zum Ende seiner siebenjährigen Amtszeit in Umfragen gerade mal bei 22 Prozent. Sein Hollywood-Ruhm strahlt nur noch blass, stattdessen kreiden ihm die Kalifornier das gewaltige Budget-Defizit und die hohe Arbeitslosigkeit an.

Am 2. November wird ein Nachfolger gewählt, und Schwarzenegger macht sich so seine Gedanken um die Zukunft. Die kreisen durchaus wieder ums Filmbusiness. In der britischen Tageszeitung "Mirror" schließt der gebürtige Österreicher eine Rückkehr auf die Leinwand nicht aus: "Es kommt darauf an. Habe ich die Ausdauer, drei Monate am Set zu sein und an einem Film zu arbeiten? Ich weiß es noch nicht", sagte der 63-Jährige

Immerhin: Ein Treffen mit James Cameron, dem Regisseur der ersten beiden "Terminator"-Filme, hat es bereits gegeben. Und das mündete gleich in eine Mini-Fortsetzung der "Cyborg"-Saga. Gemeinsam präsentierten Cameron und Schwarzenegger jetzt einen 60-sekündigen-Werbespot, in dem sie die kalifornischen Bürger auffordern, beim Urnengang am 2. November ein Gesetz zur Beschränkung der Treibhausgase zu billigen.

Mehrere Ölkonzerne und Industrielle wollen die von Schwarzenegger eingeführte Regelung außer Kraft setzten, so lange die Arbeitslosenquote in Kalifornien so hoch bleibt. Dagegen machten in den vergangenen Wochen wiederum Cameron sowie zahlreiche weitere vermögende Umweltschützer mobil. Sie pumpten mehrere Millionen Dollar in eine Kampagne zugunsten einer schärferen Umweltschutzgesetzgebung - mit dem "Terminator"-Spot als optischem Höhepunkt.

In dem Film fordert Cameron die Wähler auf: "Sagt allen euren Freunden, Familienangehörigen, Cyborgs und Avatars, sie sollen mit 'Nein' stimmen, bevor es zu spät ist." Dann zieht die Kamera auf, und Schwarzenegger ist zu sehen, wie er mit dem berühmten "Terminator"-Stahl-Arm-Skelett herumspielt und seinen Kumpel Cameron anfährt: "Hey, du sollst doch nicht immer Cyborg zu mir sagen!"

Wer weiß - vielleicht ist Arnie ja demnächst in Blau zu sehen: Cameron hat gerade erst verkündet, an einer Fortsetzung seines Mega-Sellers "Avatar" zu arbeiten.

kng/siu/Reuters



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