Wutkoch Attila Hildmann Auf der Suche nach dem Sinn falsch abgebogen

Er wurde mit veganer Küche prominent. Doch seit der Coronakrise driftet Attila Hildmann in Verschwörungstheorien ab. Was trieb ihn dorthin - und wie ernst meint er es wirklich?
Vegankoch Hildmann am 16. Mai vor dem Berliner Reichstag: "Vielleicht ist Bill Gates auch kein Satanist"

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Foto: Sean Gallup/ Getty Images

Ein Rebell war Attila Hildmann schon immer, und je bekannter sein Gegner, desto größer sein Furor. Wie damals, als er sich mit Tim Mälzer anlegte. Ein Promikoch wie Hildmann, nur um einiges berühmter; und Fleischesser.

Mälzer hatte über Facebook ein Foto geteilt, auf dem sein Küchenchef mit dem Kopf eines geschlachteten Schweins posiert. Für Veganer Hildmann ein Affront. Auf seinem Account schäumte er, die Tiere hätten schon genug gelitten: "Müssen wir uns auch noch über sie lustig machen und ihnen das letzte Fünkchen Ehre nehmen?" Und: "WER ist hier das echte Schwein?"

Seit einigen Wochen ist Hildmann wieder im Kampfmodus, und sein Feind ist mächtiger denn: die Corona-Politik vor allem der Bundesregierung, aber auch der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Entsprechend legt er sich ins Zeug.

"Wirtschaftlich war ich Corona-Profiteur"

Attila Hildmann

Er belässt es nicht dabei, die aktuellen Einschränkungen zu hinterfragen, sondern verbreitet Mythen, die er irgendwo aufgeschnappt hat. Damit steht er an vorderster Front der Verschwörungstheoretiker , ähnlich wie Sänger Xavier Naidoo und der ehemalige RBB-Moderator Ken Jebsen. Man könnte sich über Hildmanns Märchen amüsieren, wären sie nicht gefährlich. Denn viele halten sie für wahr, vermutlich sogar er selbst.

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