Auktion in Genf "La Lollo" versteigert ihre Klunker

In Genf sind Juwelen der italienischen Schauspielerin Gina Lollobrigida versteigert worden. Für eine erkleckliche Summe und einen guten Zweck, denn: "La Lollo" selbst braucht sie nicht mehr.

AFP

Genf - Gina Lollobrigida ist eine der letzten großen Diven des italienischen Kinos. Als Sexsymbol wurde sie einst gefeiert. Sie lockte und bockte an der Seite von Anthony Quinn ("Der Glöckner von Notre Dame") oder Vittorio de Sica ("Liebe, Brot und Phantasie"), lieferte sich legendäre Kabbeleien mit der jüngeren Konkurrentin Sofia Loren.

In den siebziger Jahren kehrte sie der Schauspielerei den Rücken und widmete sich der Fotografie und der Bildhauerei. Jetzt hat sie beschlossen, einige ihrer schönsten Juwelen versteigern zu lassen - für einen guten Zweck. Die 85-Jährige will mit einem Teil des Erlöses die Stammzellenforschung fördern. "Es ist für mich eine große Freude, dass diese Juwelen etwas Gutes bewirken werden, das nach mir weiterlebt", erklärte Lollobrigida nach der Auktion in Genf. Und die verlief überaus erfolgreich.

Für 4,74 Millionen Schweizer Franken, umgerechnet 3,8 Millionen Euro, wurden 22 Preziosen versteigert. Das sei das Doppelte der zuvor geschätzten Summe, teilte das Auktionshaus Sotheby's mit. Unter den Hammer kam unter anderem eine mit Diamanten besetzte Kombination aus Halskette und Armband, die Lollobrigida 1961 bei ihrer Auszeichnung mit einem Golden Globe als beliebteste Schauspielerin getragen hatte.

Die meisten der Preziosen hatte Lollobrigida vor mehr als 50 Jahren beim italienischen Schmuckunternehmen Bulgari erworben. Inzwischen sind ihr die Klunker offenbar relativ gleichgültig geworden. Sie brauche kaum noch Schmuck, seit sie sich wieder stärker der Bildhauerei zugewandt habe, sagte "La Lollo".

Die Schauspielerin hatte sich schon früher immer wieder für die humanitäre Arbeit internationaler Organisationen eingesetzt - darunter das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) und Ärzte ohne Grenzen.

ala/dpa



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