Auktion Morscher Sarg des Kennedy-Attentäters bringt 66.000 Euro

Der Sarg des Kennedy-Attentäters Lee Harvey Oswald ist verkauft. Die Kiste aus Kiefernholz brachte bei einer Auktion in Los Angeles rund 66.000 Euro ein. Der Sarg Oswalds ist in schlechtem Zustand, aber einfach zu restaurieren, meldete das Auktionshaus.

Lee Harvey Oswalds Sarg: "Einfach zu restaurieren"
AP

Lee Harvey Oswalds Sarg: "Einfach zu restaurieren"


Los Angeles - Der Sarg des Mörders von John F. Kennedy, Lee Harvey Oswald, ist für rund 66.000 Euro (87.500 Dollar) versteigert worden. Das teilte das Auktionshaus Nate D. Sanders am Freitag in Los Angeles mit. Wer den Sarg des Attentäters ersteigert hatte, wurde nicht bekannt gegeben.

Nach Angaben des Auktionshauses handelt es sich um den originalen Kiefersarg, in dem Oswald zuerst beigesetzt wurde, bevor er wegen Zweifeln an der Identität der Leiche exhumiert wurde. Der Sarg weise Wasserschäden auf, weil er 18 Jahre unter der Erde lag.

Das Holz des Sarges sei stellenweise sehr weich durch die Feuchtigkeit, an einer Stelle sei er eingedrückt worden. "Es ist ein simpler Kiefernsarg (...) in schlechtem Zustand", sagte Yntema. "Er wäre einfach zu restaurieren."

Der Sarg war 1981 geöffnet worden, um Gerüchten nachzugehen, nicht Oswald, sondern ein sowjetischer Agent sei dort begraben. Die Untersuchung stellte heraus, dass es sich um Oswald handelte. Seine Leiche wurde dann in einem neuen Sarg bestattet.

Oswald wurde beschuldigt, am 22. November 1963 den damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy in Dallas erschossen zu haben. Er selbst wurde zwei Tage später von dem Nachtclub-Besitzer Jack Ruby erschossen, als er ins Gefängnis von Dallas gebracht werden sollte. Um das Attentat auf Kennedy ranken sich zahlreiche Gerüchte und Verschwörungstheorien. So soll Oswald kein Einzeltäter gewesen sein.

cht/AFP



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