Bärenmarke Patrick Lindner wittert Profit mit Flocke

Brummendes Geschäft in Sicht: Patrick Lindner rückt dem Nürnberger Eisbärenbaby auf den Pelz. Vor 14 Jahren ließ sich der Schlagersänger die Vermarktungsrechte am Namen "Flocke" sichern. Seine Anwälte checken nun die Rechtslage.

München - Ein Lied für Flocke? Schlagerbarde Patrick Lindner lässt derzeit prüfen, ob er Ansprüche auf die Vermarktungserlöse mit dem acht Wochen jungen Eisbärenmädchen erheben kann. Sein Anwalt Alexander Unverzagt bestätigte gegenüber dem Branchendienst "Kontakter", "sich mit dem Thema Flocke intensiv zu beschäftigen".

Die Ansprüche des 47-jährigen Lindners gründen auf einem bereits 14 Jahre zurückliegenden Eintrag beim Deutschen Patent- und Markenamt. Lindners damaliger Manager und Lebensgefährte Michael Link habe sich im April 1994 die Marke "Flocke" schützen lassen. Unter dem Aktenzeichen L38316 sollen sich Link und Lindner die Nutzung für Musikaufzeichnungen, Tonträger sowie Verlagsprodukte gesichert haben. Nach der privaten wie beruflichen Trennung des Duos im März 2005 gingen die Rechte laut "Kontakter" an Lindner über.

Derweil läuft die Vermarktungsmaschinerie für den kleinen Star des Nürnberger Tiergartens bereits an. Die Stadt Nürnberg habe erste Lizenzen an Firmen vergeben, schreibt der "Kontakter". Unter anderem wollen die Plüschtierhersteller Steiff und Heunec Flocke-Spielzeug produzieren.

Bereits 30 Tage nach Flockes Geburt sollen sie sich die Nürnberger Stadtväter Vermarktungsrechte für die Kombination "Eisbär" und "Flocke" gesichert haben. Patrick Lindner wie die Stadt warten derzeit ab und planen keine rechtlichen Schritte. "Mein Mandant ist ein Mensch, der stets den Dialog sucht", sagt Lindners Anwalt Unverzagt.

dek

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.