Banksy-Werke unterm Hammer Robbie Williams macht Millionen bei Versteigerung

Sänger Robbie Williams hat zwei Banksy-Werke versteigern lassen, auch das berühmte Motiv mit Mädchen und Ballon. Von einem anderen wollte er sich offenbar nicht trennen – es wurde kurz vor der Auktion zurückgezogen.
Umgerechnet 3,3 Millionen Euro erzielte eine auf Metall gesprühte Version des Motivs »Girl with a Balloon«

Umgerechnet 3,3 Millionen Euro erzielte eine auf Metall gesprühte Version des Motivs »Girl with a Balloon«

Foto: TOM NICHOLSON / REUTERS

Banksys »Kissing Coppers« waren 2004 erstmals als Wandbild in der Küstenstadt Brighton aufgetaucht. Eine auf Leinwand produzierte Kopie des Bildes, das zwei britische Bobbys zeigt, die sich eng umschlungen küssen, wollte Popstar Robbie Williams eigentlich versteigern – doch das Auktionshaus Sotheby's teilte mit, das Werk sei zurückgezogen worden.

Warum sich Williams in letzter Minute offenbar dafür entschied, das Bild doch nicht zu verkaufen, ist unklar. Vielleicht liegt es ja daran, dass der 48-Jährige bereits mit den anderen Kunstwerken, die er zur Versteigerung gab, einen hohen Erlös gemacht hat.

Konkret geht es um zwei Banksy-Werke aus dem Besitz des Musikers, die Sotheby's für ihn nun für umgerechnet mehrere Millionen Euro verkauft hat. Eine auf Metall gesprühte Version des Motivs »Girl with a Balloon« erzielte laut Sotheby's umgerechnet rund 3,3 Millionen Euro.

Dutzende Millionen für Magritte-Gemälde

Diesmal blieb das Werk auch noch ganz: Eine andere Version war bei einer Auktion im Jahr 2018 kurz nach dem Verkauf durch eine versteckte Vorrichtung im Rahmen geschreddert worden. Es handelte sich um eine Aktion des Künstlers, die den Wert des Werks erheblich erhöhte.

Das Ölgemälde »Vandalised Oil (Choppers)« wiederum, eine Nachempfindung eines Landschaftsgemäldes aus dem 18. oder 19. Jahrhundert mit zwei darüber gesprühten Kampfhubschraubern, wechselte am Mittwoch für umgerechnet etwa 5,3 Millionen Euro den Besitzer.

Den höchsten Preis des Abends erzielte indes ein anderes Werk. In einer ebenfalls am Mittwoch bei Sotheby's stattfindenden Auktion wurde das Gemälde »L'Empire des Lumières« von René Magritte (1898-1967) für umgerechnet rund 71,4 Millionen Euro versteigert. Der Wert war auf mehr als 54 Millionen Euro geschätzt worden.

Das Bild wurde den Angaben zufolge 1961 für Magrittes enge Freundin, Baronin Anne-Marie Gillion Crowet, geschaffen. Sie war die Tochter von Magrittes Mäzen, dem belgischen Surrealismus-Sammler Pierre Crowet. Es befand sich nach Angaben des Auktionshauses seitdem im Familienbesitz.

apr/dpa
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