Angeblich von Polizei-Helikopter verfolgt Baumgartners Irrflug

Felix Baumgartner ist mit einem Helikopter in die Kontrollzone des Münchner Flughafens geraten - offenbar ohne Genehmigung. Ein Polizeihubschrauber soll die Verfolgung aufgenommen haben. Nun droht dem Extremsportler ein Bußgeld.

Stratosphären-Springer Felix Baumgartner (Archivbild): Keine Angst um die Lizenz
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Stratosphären-Springer Felix Baumgartner (Archivbild): Keine Angst um die Lizenz


München - Das Navigationssystem fiel aus, die Fernsicht war schlecht: Deshalb ist Felix Baumgartner nach eigenen Angaben in die Kontrollzone des Verkehrsflughafens München geraten - nicht als Stratosphären-Springer, sondern am Steuer eines Helikopters. "Und dann geht es recht schnell, dass man in der Kontrollzone drinnen ist", sagte der Extremsportler den "Salzburger Nachrichten". Es sei aber nichts passiert. "Es musste kein Flugzeug umgeleitet werden."

Ganz so entspannt sah die Polizei den mutmaßlichen Irrflug, den die Deutsche Flugsicherung bestätigte, offenbar nicht. Ein Polizeihubschrauber sei ihm nachgeflogen, sagte Baumgartner der Zeitung weiter. "Das habe ich erst später bemerkt." Dann sei er per Funk zur Landung auf dem Salzburger Flughafen aufgefordert worden. Dort habe ein Beamter seine Personalien aufgenommen und sei dann weitergeflogen.

Welche Konsequenzen nun drohten, wisse er nicht, sagte Baumgartner den "Salzburger Nachrichten". "Angst, die Lizenz zu verlieren, habe ich aber nicht."

Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung ist offenbar nicht erfreut über den Irrflug. Zwangsläufig komme es in so einem Fall zu einer Flugbeeinträchtigung, sagte eine Sprecherin zu SPIEGEL ONLINE. Schlimmstenfalls sei für die Ordnungswidrigkeit ein Bußgeld von 50.000 Euro fällig.

Dass Baumgartner eine solche Ordnungswidrigkeit begangen hat, steht allerdings noch nicht fest. Theoretisch hätte er in die Kontrollzone fliegen dürfen - wenn er eine Freigabe durch einen Fluglotsen eingeholt hätte. Offenbar lag eine solche Genehmigung aber nicht vor, sagte die Sprecherin des Aufsichtsamts weiter. Zurzeit sammelt die Deutsche Flugsicherung die Daten zu dem Fall. Sie sollen in den kommenden Tagen ausgewertet werden.

Baumgartner hatte im Oktober 2012 einen Weltrekord aufgestellt. Damals war er 39 Kilometer über der Erde aus einer Kapsel gesprungen und mit bis zu 1342 Kilometern in der Stunde zu Boden gerast. Dabei durchbrach er als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer.

wit/vks

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insgesamt 26 Beiträge
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Seite 1
contacthigh 01.08.2014
1. Typisch Baumgartner
Wenn er nicht gerade ins Fettnäpfchen triit, dann fliegt er hinein.
Spiegelleserin57 01.08.2014
2. in der Fliegerei geht ordentlich zu!
da nutzt auch ein VIP-Status wenig. Man sollte wenigstens in der Kontrollzone ordnungsgemäß anmelden und wird dann auch geführt. Dank der Luftfahrtaufsicht ist wenigstens der Luftraum sicher.
xenon555 01.08.2014
3. 50.000 €
Bußgeld. Das kann ja RedBull zahlen. Baumgartner ist ein dämlicher Egozentriker.
hjcatlaw 01.08.2014
4. Wenn ich eine Genehmigung
fuer den Eintritt in die Kontrollzone habe, dann geht dieser in aller Regel der Wunsch voraus, gezielt und gewollt in diese einzutreten, und dafür kann ich eine Genehmigung beantragen. Wenn ich dagegen in die besagte Zone lediglich "gerate", dann geschieht dieses ungeplant, unbeabsichtigt und (wie im vorliegenden Fall wohl) versehentlich. Der Hinweis des Autors "offenbar ohne Genehmigung" ist so überflüssig wie ein Kropf - eine Genehmigung für den versehentlichen und unbeabsichtigten Eintritt in die Kontrollzone dürfte man wahrscheinlich überhaupt gar nicht beantragen können ....
tom-sawyer 01.08.2014
5. Felix Baumgartner ...
... ist "Sportler", ein extremer gar? Ist denn tatsächlich für ihn die Polizei zuständig oder evtl. eher eine Institution, deren Bezeichnung ebenfalls mit "P" beginnt, wie z. B. "Psychiatrie"?
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