Belästigungsvorwürfe Justiz stellt Ermittlungen gegen Al Gore ein

Die Sex-Vorwürfe gegen Al Gore bleiben ohne juristische Konsequenzen: Wegen "eines Mangels an glaubwürdigen Beweisen" wurden die Ermittlungen gegen den früheren US-Vizepräsidenten eingestellt.

Al Gore: Der US-Vizepräsident muss nach Sex-Vorwürfen keinen Prozess befürchten
AP

Al Gore: Der US-Vizepräsident muss nach Sex-Vorwürfen keinen Prozess befürchten


Los Angeles - Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore muss sich nach Sex-Vorwürfen nicht vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft in Portland (US-Staat Oregon) teilte am Freitag mit, dass die Angelegenheit abgeschlossen ist. "Aus Mangel an glaubwürdigen Beweisen" sei eine Strafverfolgung in dem Fall nicht angebracht, hieß es in der Mitteilung.

Die Polizei in Oregon hatte Anfang des Monats mitgeteilt, in dem Fall werde erneut ermittelt. Der Zeitung "National Enquirer" zufolge soll Gore im Jahr 2006 in einem Hotel in Portland eine Masseurin unsittlich berührt haben. Die Staatsanwaltschaft hatte bestätigt, dass Gore Ende 2006 und Anfang 2007 des "unerwünschten sexuellen Kontakts" beschuldigt worden sei. Das mutmaßliche Opfer habe es aber abgelehnt, bei der Polizei auszusagen.

In dem Bericht der Staatsanwaltschaft heißt es nun, dass die Masseurin offenbar von der Zeitung für ihre nun gemachten Aussagen gegenüber dem Blatt bezahlt worden sei. Gore hatte die Anschuldigungen stets zurückgewiesen.

hen/AFP/dpa



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brot_ohne_spiele 31.07.2010
1. Ganz einfach:
Den "Klimapapst" belästigt man nicht mit Missbrauchsvorwürfen, vielleicht findet sich ja einer seiner Bischöfe zum Kopf hinhalten. Ich denke die Dame wurde ebensosowenig bezahlt (schon eher dafür dann doch stillzuhalten anstatt öffentlich demontiert zu werden) wie Griechenlands Trucker an der Miesere Grischenlands schuld sind. Blödes Boulevard-Geseire. Als wenn Al "Bundy" Gore der einzige notgeile Politadelige wäre über den man in den vergangenen Jahren gelesen hat.
Achim 31.07.2010
2. Moment mal!
Zitat von sysopDie Sex-Vorwürfe gegen Al Gore bleiben ohne juristische Konsequenzen: Wegen "eines Mangels an glaubwürdigen Beweisen" wurden die Ermittlungen gegen den früheren US-Vizepräsidenten eingestellt. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,709496,00.html
Wer sagt, dass diese Vorwürfe gegen Al Kachelmann - ähem, Gore - ohne juristische Konsequenzen bleiben? Sie schreiben doch auch das hier. »In dem Bericht der Staatsanwaltschaft heißt es nun, dass die Masseurin offenbar von der Zeitung für ihre nun gemachten Aussagen gegenüber dem Blatt bezahlt worden sei.« Vielleicht gibt es ja noch juristische Konsequenzen für das Blatt und seine Auflagenheberin.
stanis laus 31.07.2010
3. Diffamierungskampagnen der Presse
"In dem Bericht der Staatsanwaltschaft heißt es nun, dass die Masseurin offenbar von der Zeitung für ihre nun gemachten Aussagen gegenüber dem Blatt bezahlt worden sei." Eine auch in Deutschland übliche Methode der Presse. Kürzlich hat eine grosse deutsche Tageszeitung 6 eidesstattliche Versicherungen an sie selbst in einer noch schlimmeren Verleumdungskampagne als die gegen Gore bestellt und bezahlt. Eidesstattliche Versicherungen, die keinerlei Aussage-Wert hatten und nichts bedeuteten, da sie nicht vor dem Urkundsbeamten eines Gerichts oder einem Notar abgegeben wurden.
FFMer 31.07.2010
4. In Deutschland hätte es sicher geklappt
Da hat sich die angeblich Belästigste wohl zu dumm angestellt umd Al Gore zu diffamieren. In Deutschland wäre es leichter gewesen, da steckt man solche Leute auch auf Grund unglaubwürdiger Beweise erstmal für drei Monate in den Knast und ruiniert ungeniert ganze Existensen.
creativefinancial 31.07.2010
5. Ueberzeugung des Gerichts
Zitat von FFMerDa hat sich die angeblich Belästigste wohl zu dumm angestellt umd Al Gore zu diffamieren. In Deutschland wäre es leichter gewesen, da steckt man solche Leute auch auf Grund unglaubwürdiger Beweise erstmal für drei Monate in den Knast und ruiniert ungeniert ganze Existensen.
Sie haben recht. Im US Recht braucht man BEWEISE. Im deutschen Recht reicht eine Anschuldigung , die sich dann automatisch in Zeugenaussage verwandelt und vom Gericht im Rahmen der freien Beweiswuerdigung zur Verurteilung herangezogen wird.
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