"Sherlock"-Star Benedict Cumberbatch Keine Angst vor Trollen - aus dem Netz

Kritik aus dem Internet ist Benedict Cumberbatch offenbar gewöhnt. Allerdings prallen die Anfeindungen an ihm ab - er hat sie nämlich alle schon einmal gehört, sagt er in einem Interview.

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Der britische Schauspieler Benedict Cumberbatch ist selbst sein größter Kritiker. "Das Internet ist voller Hass, aber das ist nichts an Brutalität verglichen mit der Selbstkritik in deinem Kopf", sagt er in einem BBC-Interview. "Ich habe alles schon gesagt, vor ihnen."

Anlass für die offenen Worte ist der bevorstehende TV-Start der Romanverfilmung "Ein Kind zur Zeit" von Ian McEwan. Cumberbatch spielt darin nicht nur die Hauptrolle, sondern ist erstmals auch als ausführender Produzent tätig.

Der Schauspieler verkörpert den Kinderbuchautor Stephen Lewis, der bei einem Einkauf seine vierjährige Tochter im Supermarkt verliert. Der Vorfall stellt das Leben von Lewis und seiner Frau Julie, gespielt von Kelly Macdonald, auf den Kopf. Die beiden müssen den Verlust verkraften und entfremden sich dabei voneinander.

"Das Projekt suchte uns aus"

Das preisgekrönte Buch verfilmen zu können, sei ein großer Segen für ihn, sagt Cumberbatch. Es sei allerdings ein Unterschied, einen Film auch zu produzieren. "Es ist immer schrecklich - die Art, wie man Dinge betrachtet oder macht." Er freue sich auf den Augenblick, wenn er etwas aus der Distanz betrachten könne.

Für ihn sei es ein großes Erlebnis gewesen, das Drama filmisch umzusetzen, sagt der Sherlock-Darsteller weiter. Seine Produktionsfirma SunnyMarch realisierte das Projekt gemeinsam mit Pinewood Television. Er habe es sich nicht ausgesucht, sagt Cumberbatch weiter, "das Projekt suchte uns aus". "Der Zeitpunkt war richtig, es war ein brillantes Drehbuch, und zu allererst ist es ein außerordentlicher Roman."

Ein Kind in einer bekannten Umgebung zu verlieren, während man kurz wegguckt, sei grauenhaft übertragbar. Cumberbatch hat selbst zwei Kinder mit seiner Frau Sophie Hunter. Der Stoff sei Millionen Meilen entfernt von dem, was er bisher gemacht habe, vor allem die bekannteren Dinge im Fernsehen. "Das ist ein Anreiz für mich."

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"Sherlock"-Star: Benedict Cumberbatch ist selbst sein größter Kritiker

Angesprochen darauf, ob er gerne noch öfter in seiner bekanntesten Rolle als "Sherlock" auftreten würde, sagt Cumberbatch vielsagend "vielleicht".

"The Child in Time", so der Originaltitel des Romans und gleichzeitig der Filmtitel, wird am 24. September um 21 Uhr britischer Zeit auf BBC One gesendet.

brt



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