"Sport und Gartenarbeit" Bettina Wulffs langer Weg zurück in den Alltag

Bettina Wulff war First Lady, dann trat ihr Mann als Bundespräsident zurück, später trennte sich das Paar. Nun hat die 40-Jährige über die schwierigen Zeiten gesprochen - und über ihr neues,"ruhigeres und geregelteres" Leben.

DPA

Köln - Bettina Wulff hat nach dem Rücktritt ihres Mannes als Bundespräsident einige Zeit gebraucht, um im Leben wieder Fuß zu fassen. "Es hat ein gutes Jahr gebraucht", sagte die 40-Jährige bei einem Auftritt in der WDR-Talkshow "Kölner Treff", der am Karfreitag im Fernsehen ausgestrahlt wird. Sie habe in der Zeit "lange, intensive Gespräche" mit ihrer besten Freundin geführt, "die zufälligerweise auch noch Psychologin ist". Heute sei ihr Leben ruhiger und geregelter, "es herrscht ein angenehmer Alltag".

An ihre Zeit als Bundespräsidenten-Ehefrau im Schloss Bellevue denkt Bettina Wulff nach eigenen Angaben heute gerne zurück. "Es war eine ganz besondere Ehre", das empfinde sie "auch heute noch so", sagte sie in der Talkshow. Andererseits habe das Leben nach genau geregeltem Protokoll auch gravierende Veränderungen mit sich gebracht - "da habe ich am Anfang auch ganz schön mit zu kämpfen gehabt". Gegen Stress hätten ihr "Sport und Gartenarbeit" geholfen, "da kann ich auch abtauchen".

Mit warmen Worten bedachte die ehemalige First Lady Christian Wulff. Es gebe bei jedem Menschen "eine Seite nach außen und eine private, eine weiche Seite". Diese habe auch ihr Mann, "und das war sicher der Grund, warum wir uns ineinander verliebt haben". Die Wulffs hatten sich Anfang 2013 getrennt.

Ein Jahr zuvor - im Februar 2012 - war Christian Wulff als Bundespräsident zurückgetreten, nachdem die Staatsanwaltschaft Hannover Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorteilsnahme angekündigt hatte. Im Februar dieses Jahres wurde Wulff freigesprochen, die Staatsanwaltschaft legte Revision ein.

Zu der Zeit, in der die Vorwürfe gegen ihren Mann laut wurden, sagte Bettina Wulff, sie sei "phasenweise nur noch verwundert" gewesen. Wirklich betroffen gemacht hätten sie die "üblen Gerüchte um meine Person". Das sei schwer wegzustecken. "Aber auch da habe ich irgendwann gesagt: Diese Menschen kennen mich nicht." Bettina Wulff betreibt inzwischen eine PR-Agentur als "One-Woman-Veranstaltung", wie sie es im WDR bezeichnete.

wit/AFP



insgesamt 75 Beiträge
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Seite 1
Feuervogel1971 17.04.2014
1. Wie wärs jetzt mit einer Berufsausbildung?
Nachdem Bettina Wulff keinerlei Berufsabschluss erreicht hat und daher schwer am Arbeitsmarkt vermittelbar ist, empfehle ich ihr, jetzt eine Berufsausbildung zu beginnen und dann aber auch abzuschliessen...
parkbankpark 17.04.2014
2. bitte nicht
Die Dame hat doch wirklich genug von Ihrem Exmann profitiert. Wofür dann eine solche Plattform und die Krokodilstränen. läufts nicht so recht mit der agentur?
nascado 17.04.2014
3. Ist diese Frau wirklich wichtig?
Ich bin immer wieder erstaunt das Menschen für bedeutend gehalten werden, die gar nichts relevantes geleistet haben. Was treibt einen Spiegel Redakteur dazu darüber zu schreiben? Das ist doch unterstes Boulevard Niveau. Lasst uns mit diese Frau in Ruhe.
shirker 17.04.2014
4. Danke !!!
Zitat von sysopDPABettina Wulff war First Lady, dann trat ihr Mann als Bundespräsident zurück, später trennte sich das Paar. Nun hat die 40-Jährige über die schwierigen Zeiten gesprochen - und über ihr neues, "ruhigeres und geregelteres" Leben. http://www.spiegel.de/panorama/leute/bettina-wulff-frau-von-ex-bundespraesident-brauchte-jahr-fuer-alltag-a-965126.html
Danke "gala" für diesen aufrüttelnden Beitrag!!!
Qual 17.04.2014
5.
Ach die Arme. Nee mal ernsthaft: In Deutschland hungern Menschen und haben kein Dach über dem Kopf! Was soll die Mitleids-Tour mit Hochnase hier?
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