Michael Delligatti Erfinder des Big Macs ist tot

Er wollte eine üppigere Variante des Cheeseburgers - heraus kam der heute weltbekannte Big Mac. Nun ist Erfinder Michael "Jim" Delligatti im Alter von 98 Jahren gestorben.

Michael "Jim" Delligatti (Archivbild 2008)
AP

Michael "Jim" Delligatti (Archivbild 2008)


Es ist fast ein halbes Jahrhundert her, dass Michael James "Jim" Delligatti den doppelstöckigen Cheeseburger erfand. 1967 war er Besitzer einer McDonald's-Filiale im Bundesstaat Pennsylvania und bekam die Erlaubnis, eine voluminösere Variante des Cheeseburgers auszuprobieren. Sein Mega-Burger bestand aus zwei Rindfleischbuletten und drei Brotscheiben - und kam bei den Kunden gut an. Dank des Big Macs nahmen Delligattis Umsätze um zwölf Prozent zu - McDonald's übernahm seine Idee und bot den Burger landesweit an.

Der Big Mac zählt heute zu den populärsten Gerichten des Unternehmens: Er besteht aus zwei Rindfleisch-Pattys, Spezialsoße, Salat, Cheddarkäse, Gewürzgurken, Zwiebeln, Sesam-Burgerbrötchen - und enthält Firmenangaben zufolge 509 Kilokalorien pro Portion und 26 Gramm Fett. Weltweit würden jährlich Hunderte Millionen Big Macs verkauft.

"Dies war nicht wie die Erfindung der Glühbirne", zitierte die "Los Angeles Times" einmal Delligatti. Die Idee stamme ursprünglich von konkurrierenden Hamburger-Restaurants, sagte er demnach. "Die Glühbirne war schon da. Ich habe sie nur eingeschraubt."

Nun ist Delligatti im Alter von 98 Jahren in seinem Haus in einem Vorort von Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania gestorben. Das teilte seine Familie am Mittwoch mit.

Delligatti sei ein "legendärer Franchisenehmer", der das Unternehmen auf Dauer geprägt habe, hieß es von McDonald's nach Bekanntwerden des Todesfalles. "Jim, wir danken dir und werden dich für immer in Erinnerung behalten."

aar/AFP



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