Popsängerin Billie Eilish verteidigt Online-Abhängigkeit ihrer Generation

Sie legen ihr Smartphone kaum weg und sind besessen von Likes: Grammy-Gewinnerin Billie Eilish ist genervt von den Vorurteilen gegenüber Teenies. Digitale Technologien seien der Schlüssel zu einer besseren Welt.
Billie Eilish im Dezember 2019 in Los Angeles

Billie Eilish im Dezember 2019 in Los Angeles

Foto: Mike Blake/ REUTERS

Popsängerin Billie Eilish wirbt um mehr Verständnis für junge Leute, die immerzu am Smartphone kleben: "Es gibt tonnenweise Vorurteile, die meisten beziehen sich auf unser Online-Verhalten, wie unsere angebliche Besessenheit von sozialen Medien und von "Likes", was zu einem gewissen Grad sogar zutrifft", sagte die 18-jährige Eilish der Nachrichtenagentur dpa. Trotzdem seien digitale Technologien der zentrale Schlüssel, um die Welt zum Besseren zu verändern.

"Man kann mithilfe digitaler Technologien einfach so viel lernen. Es gibt so viele Themen, wie soziale Ungerechtigkeit oder das Klima, von denen ich vor der Zeit des Internets einfach keine Ahnung hatte", sagte die fünffache Grammy-Gewinnerin. "Und hätte ich diese Möglichkeit des schnellen Lernens nicht gehabt, wüsste ich nicht so viel über diese Dinge. Deswegen glaube ich, dass es wichtig ist, soziale Medien nicht einfach wegzustoßen, weil sie wirklich nützlich sein können."

Derweil hat Eilish trotz Heim-Quarantäne wegen der Corona-Pandemie in den vergangenen Wochen zahlreiche Projekte vorangetrieben. Neben einem Radio-Podcast mit ihrem Vater veröffentlichte sie vor wenigen Tagen den Song "my future", den sie mit ihrem Bruder Finneas geschrieben hatte.

Auch ihre Mutter Maggie Baird habe viel gearbeitet. "Zu Beginn der Quarantäne hat meine Mutter das Projekt "Support and Feed" ins Leben gerufen. Dabei geht es darum, Menschen in Not mit einer vegetarischen Mahlzeit zu versorgen", sagte die Sängerin. "Es war wirklich schön zu sehen, dass meine Mutter sich so viel Mühe gegeben hat und selbst Lieferungen durchgeführt hat. Das war großartig", sagte Eilish.

kha/dpa
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