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Nobelpreis für Bob Dylan: Kein Wort beim Konzert

Foto: © Mario Anzuoni / Reuters/ REUTERS

Bob Dylan Nobelpreis? Nicht der Rede wert

Seit Donnerstag ist bekannt, dass Bob Dylan den Nobelpreis für Literatur erhält. Am Abend steht der Musiker auf der Bühne - und sagt zu dem Thema kein Wort.

Wenn Bob Dylan bei einem Konzert auf die Bühne tritt, spricht er selten. Auch am Donnerstag machte er da keine Ausnahme. 90 Minuten spielte der 75-Jährige in Las Vegas, als Zugabe sang er "Blowin' in the wind". Die Resonanz - begeistert, enthusiastisch. Dann war das Konzert vorbei. Und Dylan ging.

Aber da war doch was. Ach ja, Rocklegende Dylan hatte soeben den Nobelpreis gewonnen - für Literatur. Als erster Musiker in der 115-jährigen Geschichte des Preises. Einen Kommentar hielt er offenbar trotzdem nicht für nötig. Schon vorher hatte sein Sprecher mitgeteilt, Dylan werde kein kurzfristiges Statement abgeben.

Unter Literaten ist umstritten, ob der Musiker den Preis zu Recht erhielt. Der Schotte Irvine Welsh ("Trainspotting") sagte, er sei ein Fan von Dylan, aber die Entscheidung des Preiskomitees sei unausgereifte Nostalgie alter Hippies. Der verstorbene Schriftsteller Norman Mailer hatte einst bereits gesagt: "Wenn Dylan ein Dichter ist, bin ich ein Basketball-Spieler."

Der Schriftsteller Salman Rushdie äußerte sich positiv bei Twitter: "Dylan ist der brillante Erbe einer Barden-Tradition. Großartige Wahl."

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels wurde der Eindruck erweckt, der verstorbene Norman Mailer habe sich aktuell geäußert. Wir haben die missverständliche Formulierung korrigiert.

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