Bob Simon Legendärer US-Kriegsreporter bei Autounfall getötet

Bob Simon berichtete aus Saigon über den Vietnamkrieg, er wurde vom irakischen Militär gefoltert - und für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet. Jetzt ist der 73-jährige CBS-Reporter bei einem Autounfall in New York gestorben.

CBS-Reporter Bob Simon (Archivbild 2004): "Wir sind alle geschockt"
REUTERS/CBS

CBS-Reporter Bob Simon (Archivbild 2004): "Wir sind alle geschockt"


New York - Der bekannte US-Fernsehreporter Bob Simon ist tot. Der 73-jährige CBS-Korrespondent und Kriegsreporter sei am Mittwochabend bei einem Verkehrsunfall in New York ums Leben gekommen, teilte der TV-Sender mit. Simon saß demnach auf dem Rücksitz, als sein Wagen mit einem anderen Auto zusammenstieß. Er sei später im Krankenhaus gestorben.

Simon berichtete unter anderem in den Siebzigerjahren aus Saigon über den Vietnamkrieg und 1972 vom Olympia-Attentat in München. Während des Irakkriegs wurde er 1991 von der irakischen Armee verschleppt und gefoltert. Über seine fünfwöchige Gefangenschaft schrieb Simon später ein Buch.

Simon war rund 47 Jahre lang für CBS News im Einsatz und gewann für seine Berichterstattung nach Senderangaben 27 Emmys, "so viele wie vermutlich kein anderer Reporter". Simon sei ein Schwergewicht unter den TV-Journalisten gewesen - und ein guter Freund, sagte CBS-News-Präsident David Rhodes. "Wir sind alle geschockt über diesen tragischen und plötzlichen Verlust."

Jeffrey Fager, Chef der CBS-Nachrichtensendung "60 Minutes", für die Simon als Korrespondent arbeitete, sprach von einer "Tragödie". Es sei umso tragischer, dass Simon bei einem Verkehrsunfall gestorben sei, wo er so viele gefährliche Situationen überstanden habe, sagte Fager.

aar/AFP/AP/dpa

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