Bobbi Kristina Brown bei Oprah Winfrey "Mein Ein und Alles"

In dem ersten großem Interview nach dem Tod von Gesangslegende Whitney Houston sprach Tochter und Alleinerbin Bobbi Kristina Brown über ihr Gefühlsleben und eine gespenstische Verbindung.

REUTERS/ Harpo

New York - Sie höre noch immer die Stimme ihrer Mutter und fühle ihren Geist, sagte die 19-jährige Bobbi Kristina Brown in ihrem ersten Interview nach dem Tod ihrer Mutter mit der US-Talkshow-Königin Oprah Winfrey. In der Sendung "Oprah's Next Chapter - Remembering Whitney: The Oprah Interview" kamen erstmals Familienmitglieder zu Wort.Die 19-jährige Bobbi Kristina, Whitneys Houstons Bruder Gary Houston und dessen Frau Patricia Houston saßen auch auf der Couch der Talkmasterin.

"Ihr Geist ist stark. Ich fühle jederzeit, wie sie mich durchdringt", sagte die Tochter von Whitney Houston und Bobby Brown. Sie spüre den Geist ihrer Mutter noch genau. Zudem sei Whitney Houston ihre beste Freundin gewesen, ihre Schwester, ihre Vertraute "mein Ein und Alles", sagte die 19-Jährige. Zu ihrem Zustand sagte sie, es ginge ihr so gut wie es ihr unter den Umständen gehen könne.

Unmittelbar vor Houstons Tod am 11. Februar hätten sie die Nacht und den größten Teil des folgenden Tages miteinander verbracht, sagte Brown. Nun plane sie, in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten, indem sie singe, schauspielere und tanze. Die Trauer über den Tod ihrer Mutter "komme in Wellen." "In einem Moment kann ich glücklich sein und lachen, aber dann kommt es über mich", sagte die einzige Tochter und Alleinerbin der Sängerin.

Pat Houston, die Schwägerin, sagte, Whitney Houston habe entgegen der Medienberichten in den Tagen vor ihrem Tod keine Drogen genommen. Houstons Todestag sei eigentlich relativ ereignislos verlaufen. Sie habe im Hotel zu Mittag gegessen und sich auf die jährliche Grammy-Party ihres Mentors Clive Davis vorbereitet.

Sie selbst sei eine halbe Stunde weg gewesen, und als sie wiederkam, habe sie auf dem Gang Schreie gehört, sagte Pat Houston. Als sie im Hotelzimmer der Sängerin ankam, habe sie gesehen, wie ein Sicherheitsmann noch vor Eintreffen der Sanitäter versucht habe, sie wiederzubeleben. "Ich hab's versucht", habe der Sicherheitsmann zu ihr gesagt, berichtete Pat Houston. Whitney Houston habe einen friedlichen Gesichtsausdruck gehabt, sagte sie. Die Todesursache der Sängerin wurde bislang noch nicht bekanntgegeben.

Sowohl Pat als auch Gary Houston äußerten sich in dem Interview nicht abfällig über Whitney Houstons Skandal-Ex Bobby Brown. "Ich liebe Bobby Brown. Bobby ist ein guter Kerl", sagte Gary Houston. "Ich weiß aber nicht, wie gut sie füreinander waren", sagte er zu Winfrey.

Die Talkmasterin gilt als enge Bekannte der Familie und nahm auch am 18. März an der Trauerfeier für Houston in Newark bei New York teil. Whitney Houston starb am 11. Februar im Alter von 48 Jahren in Beverly Hills.

nga/dapd/dpa



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