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Twitter-Streit: "Leg dich nicht mit einem POCHER an!"

Foto: Alexander Hassenstein/ Getty Images

Boris Becker vs. Oliver Pocher "Tweef" in den Morgenstunden

Was war denn da bitte los? Oliver Pocher und Boris Becker sind in der Nacht zum Montag aufeinander losgegangen - per Twitter. Es ging um ihre Ehefrauen, um Frauke Ludowig und um RTL. Und irgendwann schaltete sich auch noch Jörg Kachelmann ein.

Hamburg - Wie hat sich Ex-Tennisstar Boris Becker eigentlich die Zeit vertrieben, bevor er sein Twitter-Konto angelegt hat? Die Frage ist durchaus berechtigt, schließlich ist Becker ein leidenschaftlich penetranter Nutzer des Mediums: Mehr als 12.182 Tweets hat er schon abgesetzt , 235.816 Menschen folgen ihm - und die lässt er nicht nur an jeder noch so abwegigen Meinung oder seinen privaten Beziehungsratschlägen teilhaben, sondern eben auch an seiner privaten Fehde mit Lieblingskontrahent Oliver Pocher. Die hat in der Nacht zu Montag einen neuen Höhepunkt erreicht.

Irgendwie angefangen hat der sogenannte Tweef (zusammengesetzt aus "Tweet" und "Beef", also dem umgangssprachlichen englischen Wort für Streit) zwischen Becker und Pocher mit einer Bemerkung des ehemaligen Tennisspielers, wonach er sich gerade über jeden RTL-Bericht freue, um den Verkauf seiner neuen Biografie anzukurbeln. Darauf Pocher: "Na, wieder auf Temperatur um deinen Flop anzukurbeln!?" Hintergrund: Im Buch "Das Leben ist kein Spiel" thematisiert der Wimbledon-Gewinner auch seine Kurzzeit-Verlobung mit Sandy Meyer-Wölden. Die heißt inzwischen Alessandra Pocher und ist mit Pocher verheiratet; das Paar lebt aber getrennt.

Pocher twittert weiter : "Ganz einfach: Leg Dich nicht mit einem POCHER an!! Und solange meine Frau meinen Namen trägt, überlegst Du Dir demnächst..." - und dann in einer weiteren Nachricht - "was du für einen Schwachsinn schreibst!". Damit aber nicht genug: Pocher setzt noch nach und schreibt in Anspielung auf Beckers Ehefrau Lilly: "P.S. ENTZUG hilft deine temperamentvolle Frau in den Griff zu bekommen! Dieser Tipp ist KOSTENLOS! ;-)"

Kachelmann: "Aber das Elend ist überall"

Becker seinerseits scheint sich lieber weiter mit dem RTL-Bericht zu beschäftigen: "@rtl.de ist immer peinlich...kennt ihr #fraukeludewig privat? Ich koennte euch Stories berichten...". Schließlich grätscht auch noch Wetterexperte Jörg Kachelmann in den immer seltsameren Twitter-Austausch . Als den dreien von anderen Nutzern ein gemeinsames Sat.1-Format nahegelegt wird, kommentiert Kachelmann: "Immerhin wird man dort nicht neben Frau Ludowig geschminkt. Aber das Elend ist überall".

Zum Abschluss gibt es noch einen Auftritt von "Promi Big Brother"-Moderator Pocher: "Gehe jetzt schlafen! Habe im Gegensatz zu Dir einen RICHTIGEN Job! Können uns gerne mal 1:1 austauschen, wenn Du Dich traust". Darauf Becker: "ich suche keine neues Programm..." und "ich wünsche dir viel Spaß bei der Scheidung...".

Was zu der Eingangsfrage zurückführt, was der ehemalige Profisportler vor der Einführung von Twitter getrieben hat. Damals wäre Becker Pocher vielleicht auf der Wiesn begegnet und hätte ihm ein paar flapsige Bemerkungen zugeraunt, oder Pochers Beleidigungen wären im Trubel untergegangen. Vielleicht hätten sich die beiden auch einfach nur auf ein Bier zusammengesetzt. Wie auch immer die Geschichte abgelaufen wäre: Mitbekommen hätte sie wahrscheinlich niemand.

vks/dpa